«Schweizer Unternehmen brauchen Fachkräfte aus der EU»
Das Observatorium zum Freizügigkeitsabkommen Schweiz-EU präsentiert in seinem neusten Bericht die Auswirkungen der Zuwanderung. Zu diesem Anlass betont Arbeitgeber-Direktor Roland A. Müller in der Sendung 10vor10 die Wichtigkeit der Personenfreizügigkeit für die Schweizer Wirtschaft.
| Roland A. Müller
Laut Müller ist die Arbeitslosigkeit in der Schweiz noch immer sehr tief. Schweizer Unternehmen sind daher auf Fachkräfte aus den EU/EFTA-Staaten angewiesen, um Stellen zu besetzen. Der Befürchtung, die Zuwanderung drücke auf die Löhne, hält Müller entgegen, dass in den stark von der Zuwanderung betroffenen Branchen, wie dem Baugewerbe, der Gastronomie und der Hotellerie, Gesamtarbeitsverträge gelten. Diese garantieren kontrollierte Mindestlöhne. Der Arbeitgeber-Direktor hat gleichentags an der SECO-Medienkonferenz zum 12. Observatoriumsbericht als Gastredner ein positives Fazit zur Zuwanderungspolitik der Schweiz gezogen.
Die durch das Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten zeigen, dass sich die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auch 2024 weiter verringert haben. Dieser langfristige Trend deutet darauf hin, dass sich die Profile von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zunehmend angleichen. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband bleibt entscheidend, dass die Debatte auf einer sachlichen Interpretation der Daten basiert.
Der Bundesrat sieht keinen Bedarf für ein allgemeines Obligatorium in der Krankentaggeldversicherung. Wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt, verfügt bereits ein grosser Teil der Unternehmen über eine Krankentaggeldversicherung. Fälle, in denen ein Betrieb keine Versicherungsdeckung erhält, sind selten. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Haltung des Bundesrats. Wichtig ist allerdings, dass Unternehmen, die eine Krankentaggeldversicherung abschliessen möchten, ein entsprechendes Angebot erhalten.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die Schweizer Sozialpartnerschaft setzt auf praxistaugliche Lösungen statt staatlicher Überregulierung. Ihre Stärke liegt in der Nähe zum…
Das Sekretariat der Wettbewerbskommission hat heute die Vernehmlassung zu seinem Merkblatt über Wettbewerbsabreden auf Arbeitsmärkten eröffnet. Der Schweizerische Arbeitgeberverband wird den vorliegenden Entwurf prüfen und sich im Rahmen der Vernehmlassung einbringen.