Brennpunkt Arbeitsmarkt

Ein funktionierender und dynamischer Arbeitsmarkt war und ist für die Schweiz von fundamentaler ökonomischer und gesellschaftlicher Bedeutung. Entwicklungen wie die Digitalisierung, die Demografie und die Zuwanderung stellen dieses Erfolgsmodell auf den Prüfstand. Wie können vor diesem Hintergrund die Rahmenbedingungen für die Zukunft richtig gestaltet werden? Der Schweizerische Arbeitgeberverband hat sich dieser Frage angenommen und mit der Publikation «Brennpunkt Arbeitsmarkt» ein Nachschlagewerk zu den vielen Facetten des liberalen und offenen Schweizer Arbeitsmarkts geschaffen. Arbeitsmarktökonom Simon Wey diskutiert auf der Basis fundierter Analysen aktueller Kennzahlen und Entwicklungen arbeitgeberpolitisch wichtige Fragen rund um den Arbeitsmarkt – etwa die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Situation von Jugendlichen sowie älteren Personen auf dem Arbeitsmarkt.

Erscheinungsjahr: 2017
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DIGITALISIERUNG UND ARBEITSMARKTFOLGEN

Die Digitalisierung entfaltet bisher vor allem zwei Wirkungen auf den Arbeitsmarkt: Zum einen sinkt der Anteil von Arbeitsstellen mittlerer Qualifikation an der Gesamtbeschäftigung, während der Anteil von Stellen, für die hohe bzw. tiefe Qualifikationen erforderlich sind, steigt («Job-Polarisation»). Zum anderen kommt es zu weiteren Beschäftigungsverlagerungen vom Industrie- in den Dienstleistungssektor. Bis 2025 ist in der Schweiz insgesamt von einer positiven Stellenbilanz auszugehen. Die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern dürfte sich fundamental verändern; es wird mehr Selbständige sowie Personen mit mehreren Arbeit- bzw. Auftraggebern geben.

Die Polynomics AG hat im Auftrag der Fondation CH2048 unter Beteiligung des Schweizerischen Arbeitgeberverbands eine Metaanalyse von rund 80 nationalen und internationalen Studien durchgeführt, die sich mit den Auswirkungen der digitalen Transformation auf den Arbeitsmarkt auseinandergesetzt haben.

Erscheinungsjahr: 2017
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Fondation CH2048 (gesamte Metastudie)

Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in der Schweiz

Der Bundesrat will Arbeitgeber mit mehr als 50 Mitarbeitenden zu Lohnkontrollen verpflichten. Begründet wird dies damit, dass Frauen bei den Löhnen ungerechtfertigt diskriminiert werden. Sie verdienen gemäss der Analyse des Bundesamts für Statistik und des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung 8,7 Prozent weniger als Männer. Der Schweizerische Arbeitgeberverband hat jedoch bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass dabei Kriterien unberücksichtigt bleiben, die einen legitimen Einfluss auf die Lohnhöhe haben, und dass folglich zwischen Lohndiskriminierung und begründbarer Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern zu unterscheiden ist.

Die Universität Bern und das Büro B,S,S. haben im Auftrag des Schweizerischen Arbeitgeberverbands die Methode zur Berechnung von Lohndiskriminierung des Bundesamts für Statistik und des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung überprüft.

Erscheinungsjahr: 2015
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ANALYSE DER KOSTENTREIBER IN DEN ERGÄNZUNGSLEISTUNGEN: FAKTEN, PROBLEME, LÖSUNGSMÖGLICHKEITEN

Die Ergänzungsleistungen (EL) sind ein wichtiger Pfeiler des Schweizer Sozialsystems: Sie unterstützen AHV- oder IV-Bezüger, die von ihrer Rente nicht leben können. Die demografische Alterung stellt das EL-System allerdings vor eine finanzielle Belastungsprobe. Innerhalb der letzten 10 Jahre stiegen die EL-Ausgaben um mehr als 30 Prozent auf 4,5 Milliarden Franken pro Jahr. Und die Kosten wachsen weiter: gemäss Bundesamt für Sozialversicherungen bis 2020 auf 5,5 Milliarden Franken pro Jahr. Wer die sozial Schwächsten schützen will, muss die Ergänzungsleistungen deshalb gründlich modernisieren.

Aus diesem Anlass hat die Universität Luzern im Auftrag des Schweizerischen Arbeitgeberverbands ein Gutachten erstellt. Es nimmt die Kostentreiber unter die Lupe und entwickelt Lösungsansätze, die das System der Ergänzungsleistungen stabilisieren.

Erscheinungsjahr: 2015
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FOKUS: FRAUEN IM VERWALTUNGSRAT

Der Schweizerische Arbeitgeberverband hat in der vorliegenden Publikation zusammen mit Projekt-Partnern Profile von Frauen aufbereitet, die sich für ein Verwaltungsratsmandat bei Schweizer Gesellschaften eignen. Damit sollen die Unternehmen in ihren Bestrebungen unterstützt werden, den Frauenanteil in ihren obersten Führungsgremien zu erhöhen.

Erscheinungsjahr: 2015
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