Die jährliche Erhebung zur Lehrstellensituation ergibt in diesem Frühjahr, dass rund 51’000 Unternehmen ungefähr 79’000 Lehrstellen anbieten. Diesem Angebot stehen 66’000 Jugendliche mit Interesse an einer Lehrstelle gegenüber. Noch nie hat das Angebot an Lehrstellen die Nachfrage danach so stark überstiegen.
| Nicole Meier
Seit einigen Jahren nimmt die Anzahl Jugendlicher vor der Ausbildungswahl demografiebedingt stetig ab. Entsprechend geht auch die Nachfrage nach Lehrstellen bei den Jugendlichen zurück. Die Unternehmen haben gemäss dem Lehrstellenbarometer des Bundes hingegen ihr Angebot an Ausbildungsplätzen stabil gehalten. Am Stichtag 15. April 2016 standen 125’500 Jugendliche vor der Ausbildungswahl, wovon sich 66’000 für eine berufliche Grundbildung interessieren. Rund 51’000 Unternehmen stellen 79’000 Lehrstellen zur Verfügung. Deutlich mehr angebotene Lehrstellen als entsprechende Nachfrage gibt es in den Bereichen «Architektur und Baugewerbe», «Büro und Informationswesen» sowie «technische Berufe». Im Gesundheits- und Sozialwesen, der Informatik und dem Verkauf gibt es mehr interessierte Jugendliche als Lehrstellen.
Die konkrete Situation dürfte sich je nach Branche und Region recht unterschiedlich präsentieren. Doch es zeigt sich, dass es für viele Unternehmen nicht einfach ist, ihre Lehrstellen überhaupt zu besetzen, um den beruflichen Nachwuchs sicherzustellen. Das hohe Lehrstellenangebot zeigt zudem, dass die Unternehmen auf die sich abzeichnenden Personalengpässe angesichts der demografischen Entwicklung und der limitierten Zuwanderung entgegenzuwirken versuchen – aber dabei auch an Grenzen stossen.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
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