Im Sommer 2018 lädt die Schweiz zum dritten Internationalen Berufsbildungskongress. Fachleute aus aller Welt treffen sich am Anlass, um die Auswirkungen des digitalen Wandels auf Bildungssysteme und Karrieremöglichkeiten zu diskutieren. Der Schweizer Berufsbildung eröffnet dies die Chance, sich im internationalen Scheinwerferlicht zu präsentieren.
| Nicole Meier
Vom 6. bis 8. Juni 2018 findet der dritte Internationale Berufsbildungskongress in Winterthur statt. Teilnehmende aus aller Welt treffen auf Experten der Berufsbildung, die sich in Referaten und Workshops zu den Karrieremöglichkeiten einer Berufsbildung äussern. Der Anlass bietet den Akteuren der Berufsbildungszusammenarbeit eine attraktive Plattform, um Erfahrungen auszutauschen und sich international zu vernetzen. Die Anmeldung für den Event läuft bereits.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) misst dem Kongress eine strategische Bedeutung bei, denn er ermöglicht es dem Schweizer Berufsbildungssystem, sich einem internationalen Publikum zu präsentieren und seinen exzellenten Ruf zu festigen. Gerade mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung ist die Schweiz mit ihrem flexiblen Arbeitsmarkt dank des dualen Bildungssystems gut gerüstet. Das Interesse von Seiten anderer Ländern, in denen die Berufsbildung bis dato kaum bis gar nicht ausgeprägt ist, ist daher entsprechend hoch. Das eröffnet der Schweiz vielversprechende Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die duale Berufsbildung ist ein tragender Pfeiler des Schweizer Arbeitsmarkts. Ihr Erfolg beruht auch auf dem Berufs-…