«Berufsbildung 2030» am Spitzentreffen

10. Dezember 2018 News

Das Schweizer Berufsbildungssystem soll noch fitter gemacht und besonders auf die Herausforderungen der Digitalisierung ausgerichtet werden. Dazu gehört eine Berufs-, Laufbahn- und Studienberatung, die Erwachsene bei Veränderungen unterstützen soll.

Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kantonen und Sozialpartnern haben in Bern am fünften Nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung unter Leitung von Bundesrat Schneider-Amann teilgenommen. Sie haben bekräftigt, dass ein modernes und hochwertiges berufliches Bildungssystem eine zentrale Antwort auf die Herausforderung ist, welche die Digitalisierung mit sich bringt. Auch während des gegenwärtigen technologischen Wandels ist durch die Verflechtung von Arbeitsmarkt und Bildungssystem am besten sichergestellt, dass jene Kompetenzen erworben werden, die im Arbeitsmarkt dringend benötigt werden. Diese praxisnahen Bildungsformen legen den Grundstein für eine erfolgreiche Berufskarriere.

Mit derselben Stossrichtung sind unter dem Motto «Berufsbildung 2030» Bund, Kantone und Verbände in der Berufsbildung aktiv. Damit lässt sich das Berufsbildungssystem abgestimmt und zukunftsgerichtet weiterentwickeln. Der Bund richtet seine Fördermöglichkeiten in der Berufsbildung auf das lebenslange Lernen aus. Zudem konzentriert er sich auf die Flexibilisierung der Bildungsangebote, will die Information und Beratung über die gesamte Bildungs- und Arbeitslaufbahn stärken und die Verbundpartnerschaft sowie deren Governance stärken. Als Querschnittsthemen sollen zudem die neuen digitalen Lehr- und Lernformen untersucht sowie unnötige Regulierung und Bürokratie abgebaut werden.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband hat zudem empfohlen, eine nationale Strategie der Berufs-, Laufbahn- und Studienberatung (BSLB) zu entwickeln. Eine moderne Beratung in diesen Bereichen muss nicht nur eine zentrale Rolle im Berufswahlprozess von Jugendlichen spielen. Sie soll auch als Anlaufstelle in allen beruflichen Veränderungssituationen von Erwachsenen genutzt werden und Schulen, Ausbildungsbetriebe sowie Unternehmen begleiten.