Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) hat wichtige Rechtsgrundlagen für die höheren Fachschulen revidiert. Die Bildungsangebote der höheren Fachschulen werden aufgewertet und auf der tertiären Bildungsstufe besser positioniert. Die Branchenverbände sollten mehr Einfluss auf die Inhalte der Bildungspläne nehmen können.
| Nicole Meier
Am 1. November 2017 tritt die total revidierte Verordnung über Mindestvorschriften über die Anerkennung von Bildungsgängen und Nachdiplomstudien an höheren Fachschulen (MiVo-HF) in Kraft. Damit werden die Rollen und Zuständigkeiten der verschiedenen Akteure – Bund, Kantone, Organisationen der Arbeitswelt und Bildungsanbieter – klarer abgebildet. In seiner Vernehmlassungsantwort zur dieser Verordnung hat der SAV die nun bestätige Stossrichtung begrüsst.
Im Gegensatz zu den Hochschulen bilden Rahmenlehrpläne ein zentrales und national einheitliches Steuerungselement der höheren Fachschulen. Sie ermöglichen mit Blick auf den Arbeitsmarkt einheitlichere und transparente Qualifikationen und Abschlüsse. Wichtig ist dabei auch, dass der Einfluss der Verbände auf die Rahmenlehrpläne gestärkt werden soll. Diese werden durch die Organisationen der Arbeitswelt und in Zusammenarbeit mit den Bildungsanbietern erlassen. Dazu bilden sie gemeinsame Trägerschaften, um die Bildungsangebote der höheren Fachschulen noch gezielter auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts auszurichten und die administrativen Verfahren zu vereinfachen.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die duale Berufsbildung ist ein tragender Pfeiler des Schweizer Arbeitsmarkts. Ihr Erfolg beruht auch auf dem Berufs-…