Am 16. Mai 2018 geht der 10. Radiotag über die Bühne: 26 Regionalradios aus allen Landesteilen rücken die Berufsbildung in den Fokus. Thematisiert werden die Swiss Skills 2018, Karrieremöglichkeiten nach der beruflichen Grundbildung sowie die integrative Wirkung der Berufsbildung auf junge Erwachsene.
| Nicole Meier
Der interkantonale Tag der Berufsbildung – auch als Radiotag bekannt – feiert sein zehnjähriges Jubiläum. Bei der Lancierung im Jahr 2008 mangelte es in der Schweiz vielerorts an Lehrstellen. Die Kantone reagierten darauf mit dem Einsatz von Lehrstellenförderern, welche die Betriebe motivierten, mehr Lehrstellen zu schaffen. Zudem spannten die Kantone mit den Regionalradios zusammen und riefen den Radiotag ins Leben.
Die Themen haben sich seither gewandelt. Dieses Jahr werden die Vorbereitung auf die Swiss Skills 2018, die Karrieremöglichkeiten nach der beruflichen Grundbildung oder die integrative Wirkung der Berufsbildung auf junge Erwachsene thematisiert. Auch die Zukunft der Berufsbildung oder die Berufswahl stehen im Fokus. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist es wichtig, die Vielfalt der Berufsbildung und ihre Karrieremöglichkeiten Eltern, Schülern, Lehrern, aber auch Unternehmen aufzuzeigen. Der Radiotag, der die Kampagne Berufsbildungplus ergänzt, bildet hierzu ein innovatives Gefäss.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die duale Berufsbildung ist ein tragender Pfeiler des Schweizer Arbeitsmarkts. Ihr Erfolg beruht auch auf dem Berufs-…