Im Wirtschaftsmagazin «Eco» wurde festgehalten, dass Hunderttausende Arbeitnehmer in Teilzeitpensen von einem tieferen Koordinationsabzug profitieren könnten. Der Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) Roland A. Müller erklärte in der Sendung, wie der Sozialpartnerkompromiss diese Möglichkeit in der beruflichen Vorsorge schafft.
Über die Zukunft der Altersvorsorge scheiden sich die Geister. Eine Antwort hat der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) zusammen mit den Sozialpartnern erarbeitet. Der Sozialpartnerkompromiss sieht verschiedenste Massnahmen zur Modernisierung und Stärkung der beruflichen Vorsorge (BVG) vor. Eine davon ist die Halbierung des Koordinationsabzuges. Dazu wurde Roland A. Müller zusammen mit Gabriela Medici, Leiterin Sozialversicherungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, im Wirtschaftsmagazin «ECO» befragt.
Die Senkung führt unmittelbar zu einem höheren versicherten Verdienst, sagte Roland A. Müller gegenüber SRF. Langfristig werden namentlich Teilzeitbeschäftigte im BVG besser abgesichert, was derzeit überwiegend Frauen betrifft. Ganz abschaffen sei aber keine Option, betonten die Sozialpartner. Dann würden die Beitragsleistungen zu hoch ausfallen. Zudem ermittelte «ECO» bei den 20 grössten Schweizer Vorsorgeeinrichtungen, wie hoch der Koordinationsabzug ist.
Auch in der Sendung «ECO Talk» war die Altersvorsorge das Thema. Darin diskutierte neben SAV-Direktor Roland A. Müller und der Leiterin Sozialversicherungen des Gewerkschaftsbundes, Gabriela Medici, der Migros-Pensionskassenchef Christoph Ryter. In der vertieften Expertenrunde wurde auch der Sozialpartnerkompromiss besprochen, den Christoph Ryter kritisierte. Seine Pensionskasse habe bereits die nötigen Anpassungen vorgenommen, um die zweite Säule zu modernisieren. Darauf konterte SAV-Direktor Roland A. Müller: «Wir sind für das gesamte System verantwortlich und haben die Verantwortung, dass es allen Pensionskassen gut geht.»
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.