Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat sein Organigramm angepasst. Neu werden die Abteilungen «Universitäten» und «Fachhochschulen» unter dem Label «Hochschulen» geführt. Zudem trennte das SBFI den Bereich Berufsbildung auf. Beide Änderungen sind aus Arbeitgebersicht auffällig.
| Nicole Meier
Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat sein Organigramm angepasst. So führte das SBFI die bis dato getrennten Abteilungen «Universitäten» und «Fachhochschulen» zu einer integralen Abteilung «Hochschulen» zusammen – dies als Folge des neuen Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetzes. Zudem trennte das Staatssekretariat den Bereich Berufsbildung in «Berufliche Grundbildung» und «Höhere Berufsbildung» auf.
Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband sind die Anpassungen des Organigramms bemerkenswert. Erstens sind damit die Fachhochschulen gänzlich aus der Struktur des SBFI herausgefallen. Zweitens besteht durch die Aufsplittung des Berufsbildungs-Bereichs die Gefahr, dass berufliche Grundbildung und höhere Berufsbildung auseinanderdriften. Aus Arbeitgebersicht ist es jedoch wichtig, dass diese beiden zentralen Berufsbildungs-Bereiche optimal aufeinander abgestimmt sind.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die duale Berufsbildung ist ein tragender Pfeiler des Schweizer Arbeitsmarkts. Ihr Erfolg beruht auch auf dem Berufs-…