Die Auswertung der Städteinitiative Sozialpolitik zeigt, dass die Sozialhilfequote in 14 grösseren Schweizer Städten konstant bleibt. Dennoch müsse die berufliche Situation älterer Mitarbeiter im Auge behalten werden. Dies ist im Interesse der Arbeitgeber, wie Roland A. Müller, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, gegenüber «10vor10» betonte.
Die Sozialhilfequote in den Städten ist stabil – oder gar gesunken. Gerade bei den jüngeren Altersgruppen ist die Quote seit Jahren deutlich zurückgegangen, wie eine Auswertung der Städteinitiative Sozialpolitik für 14 grössere Städte zeigt. Handlungsbedarf machen die Studienautoren hingegen bei älteren Arbeitnehmern ohne Grundbildung aus. Diesen haben die Arbeitgeber erkannt. Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) unterstützt sowohl die nationale Initiative zum lebenslangen Lernen als auch das vom Bundesrat vorgeschlagene Massnahmenpaket, das wirksame Impulse gegen den Fachkräftemangel und für die bessere Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials – besonders älterer Mitarbeiter – setzt.
SAV-Direktor Roland A. Müller stellte sich im «10vor10»-Fokus den Fragen von Andrea Vetsch. Er zeigte mit Blick auf die Studienergebnisse auf, welch immenses Interesse die Unternehmen haben, die Arbeitsmarktfähigkeit ihrer älteren, erfahrenen Mitarbeiter zu erhalten: «Arbeitgeber haben im Zuge des Fachkräftemangels ein grosses Interesse, ihre Mitarbeiter zu behalten, dem Strukturwandelwandel anzupassen und sie so auf die neuen Stellenprofile umzuschulen.»
Die durch das Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten zeigen, dass sich die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auch 2024 weiter verringert haben. Dieser langfristige Trend deutet darauf hin, dass sich die Profile von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zunehmend angleichen. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband bleibt entscheidend, dass die Debatte auf einer sachlichen Interpretation der Daten basiert.
Der Bundesrat sieht keinen Bedarf für ein allgemeines Obligatorium in der Krankentaggeldversicherung. Wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt, verfügt bereits ein grosser Teil der Unternehmen über eine Krankentaggeldversicherung. Fälle, in denen ein Betrieb keine Versicherungsdeckung erhält, sind selten. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Haltung des Bundesrats. Wichtig ist allerdings, dass Unternehmen, die eine Krankentaggeldversicherung abschliessen möchten, ein entsprechendes Angebot erhalten.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die Schweizer Sozialpartnerschaft setzt auf praxistaugliche Lösungen statt staatlicher Überregulierung. Ihre Stärke liegt in der Nähe zum…
Das Sekretariat der Wettbewerbskommission hat heute die Vernehmlassung zu seinem Merkblatt über Wettbewerbsabreden auf Arbeitsmärkten eröffnet. Der Schweizerische Arbeitgeberverband wird den vorliegenden Entwurf prüfen und sich im Rahmen der Vernehmlassung einbringen.