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Unfall- und Invalidenversicherung: Wichtige Entscheide stehen an

In der Frühjahressession vom 28. Februar bis 18. März 2011 sind gewichtige sozialpolitische Geschäfte traktandiert, welche die Dossiers des Schweizerischen Arbeitgeberverbands betreffen. So soll der Ständerat über die Revision des Unfallversicherungsgesetzes und das erste Massnahmenpaket bei der 6. IV-Revision befinden.

Sowohl der Nationalrat als auch die Sozialkommission des Ständerats (SGK-S) entschieden sich dafür, die Revision des Unfallversicherungsgesetzes (UVG) an den Bundesrat zurückzuweisen. Nun soll der Ständerat in der bevorstehenden Frühjahrssession über die Vorlage befinden.

Funktionierende Unfallversicherung nicht destabilisieren

Die Entscheide des Nationalrats und der SGK-S sind im Sinne des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV), denn die Vorlage war in zentralen Punkten unbefriedigend. Es bestand gar die Gefahr, dass die gut funktionierende Unfallversicherung destabilisiert worden wäre.

Unbefriedigende zentrale Punkte waren:

Der SAV plädiert dafür, den Rückweisungsbeschluss des Nationalrates im Sinne des Antrages zu bestätigen: «Die Vorlage soll an den Bundesrat zurückgewiesen werden mit dem Auftrag, den Umfang der Revision noch einmal zu überprüfen und allenfalls die Revisionsvorlage auf das Notwendigste zu beschränken. Die Problematik der Überentschädigung sei unter Einbezug der beruflichen Vorsorge zu prüfen und in angemessener Weise anzupassen.»

6. IV-Revision: Rasche Verabschiedung nötig

Der Bundesrat hatte mit der Botschaft vom 24. Februar 2010 den Entwurf zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung – 6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket – vorgelegt. Der Ständerat beriet die Vorlage in der Sommersession 2010 und folgte weitgehend den Vorschlägen des Bundesrats.

Der Nationalrat übernahm in der Wintersession 2010 in wesentlichen Teilen die Beschlüsse des Ständerats, wobei aber verschiedene Punkte sehr umstritten waren. Insbesondere verzichtete die grosse Kammer erst nach langer Diskussion und entgegen dem Antrag ihrer vorberatenden Kommission auf die Einführung einer «Behinderten-Integrationsquote» für Arbeitgeber. Die Differenzbereinigung soll nun in der Frühjahrssession erfolgen.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband unterstützt weitgehend die vom Nationalrat verabschiedete Vorlage. Sie erfüllt im Wesentlichen die vom SAV für die Revision formulierten Voraussetzungen:

Der SAV plädiert dafür, dem vorliegenden ersten Teil der 6. IV-Revision rasch ein zweiter Teil folgen zu lassen. Dieser soll nicht nur das strukturelle Defizit der IV ab 2018 eliminieren, sondern auch die Voraussetzungen für die Rückführung der aufgelaufenen Schulden schaffen. Der SAV erachtet eine rasche Verabschiedung der Revision als vordringlich, damit der neue Finanzierungsmechanismus möglichst bald angewendet werden kann.

Ihre Ansprechperson

Roland A. Müller

Direktor

roland.mueller@arbeitgeber.ch

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