Dank einem erfolgreichen Jahr 2010 senkt die Schweizer Unfallversicherung Suva 2012 die Prämien für die Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung um durchschnittlich 7%.
| Roland A. Müller
Die Suva steigerte im Jahr 2010 den Gewinn von 188,2 Mio. Franken auf 244,4 Mio. Franken und erhöhte den Deckungsgrad von 118 auf 121%. Sie wird deshalb 2012 die Prämien für die Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung im Durchschnitt um 7% senken. Wie hoch die effektiven Prämien 2012 sind, hängt laut Suva vom Risiko des Betriebes und der Branche ab. Die Unfallversicherung geht davon aus, dass die Prämien für über 80% der Betriebe sinken.
Prämien werden um 275 Mio. Franken gesenkt
Die Suva beziffert das Volumen dieser fünften Prämiensenkung in Folge auf rund 275 Mio. Franken. Möglich wird die Prämiensenkung nach Angaben der Suva unter anderem dank einer überdurchschnittlich Anlageperformance von 5,6%. Positiv wirkten sich ferner die rückläufigen Rentenkosten, die erfolgreichen Wiedereingliederungsmassnahmen, die Prävention und eine rigorose Kostenkontrolle auf die Finanzlage aus.
Die Zahl der Berufsunfälle nahm im letzten Jahr um 3,7% auf 181 868 zu. Die Suva führt dies darauf zurück, dass weniger Betriebe auf Kurzarbeit gesetzt waren als 2009. Zudem fielen viele Feiertage auf Wochenenden, es wurde also mehr gearbeitet. Um 16% auf 2919 gestiegen sind Berufskrankheitsfälle. Die Nichtberufsunfälle blieben konstant, während die Zahl der Unfälle von Arbeitslosen konjunkturbedingt zugenommen hat.
458 894 Schadenfälle
Insgesamt bewirtschaftete die Suva 458 894 Schadenfälle, was einem Plus von 2,2% entspricht. Die Zahl der neu gesprochenen Invalidenrenten fiel dagegen um 3,5% auf ein Rekordtief von 1978. Seit 2003 konnten hier die Kosten nahezu halbiert werden.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.