Der Geschäftsgang in der Schweizer Industrie verlief im vierten Quartal 2010 wiederum positiv. Die Produktion erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,1% und der Umsatz nahm um 4% zu.
| Roland A. Müller
Die Produktion der Schweizer Unternehmen im vierten Quartal 2010 erhöhte sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 6,1%. Am stärksten war der Zuwachs laut Bundesamt für Statistik (BFS) bei den Gebrauchs- und Investitionsgütern. Unter den Branchen war der Anstieg beim Bergbau am grössten. Ihr folgten der Maschinenbau, die Metallindustrie, die Lederverarbeitende Industrie sowie die Elektro- und feinmechanische Industrie. Die Glas-, Beton- und keramische Industrie, die Branche «Kokerei, Mineralölverarbeitung» und die Chemische Industrie verzeichneten einen Rückgang.
Die Umsätze nahmen um 4% zu. Die Exporte spielten dabei weiterhin eine tragende Rolle. Bei den Branchen meldete der Bergbau das beste Ergebnis. Es folgen der Maschinenbau, die Elektro- und feinmechanische Industrie, die Metallindustrie sowie die Energie- und Wasserversorgung. Umsatzrückgänge wurden bei der Chemischen Industrie, der Glas-, Beton- und keramische Industrie sowie der Textilindustrie gemessen.
Die Schweizer Industrieunternehmen können sich weiterhin einer guten Auftragslage erfreuen. Die Auftragseingänge nahmen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6% zu. Die Gebrauchs- und Investitionsgüter trugen zu diesem Ergebnis bei. Auf der Ebene der Branchen erhöhten sich die Eingänge beim Maschinenbau, bei der Lederverarbeitenden Industrie und beim Bergbau am stärksten. Das Papier-, Verlags-, Druckgewerbe sowie die Glas-, Beton- und keramische Industrie waren dagegen rückläufig. Die Auftragsbestände legten um 9,7% zu.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.