38 Kandidatinnen und Kandidaten aus der Schweiz sind nach London abgeflogen und gehen dort die Herausforderung WorldSkills Competitions an. Die Wettkämpfe mit 1000 jungen Berufsleuten aus 51 Ländern finden vom 4. bis 9. Oktober statt.
| Roland A. Müller
Fast zwei Jahre hat sich das Schweizer Team vorbereitet – nun hat das Warten ein Ende. Vom Dienstag, 4. Oktober bis Sonntag, 9. Oktober, finden in London die WorldSkills Competitions statt. Die Berufs-Weltmeisterschaften sind internationale Berufswettbewerbe, bei denen sich rund 1000 junge Berufsleute – quasi die Elite aus 45 Berufen und 51 Ländern – treffen und zu einem öffentlichen Leistungsvergleich antreten.
Junge Berufsleute bis 22 Jahre
Als Kandidatinnen und Kandidaten sind junge Berufsleute bis 22 Jahre zugelassen, welche in regionalen und nationalen Berufswettbewerben aus allen fünf Kontinenten als Sieger hervorgegangen sind. Die WorldSkills Competitions werden im Zweijahresrhythmus in wechselnden Gastgeberländern ausgetragen und verkörpern heute auf internationaler Ebene Spitzenleistungen auf dem Gebiet der Berufsbildung schlechthin.
Seit 1953 stellt die Schweiz regelmässig eine Delegation an den Berufs-Weltmeisterschaften und hat immer mit hervorragenden Leistungen aufgewartet, so auch an der Berufsweltmeisterschaft 2003 in St. Gallen und 2005 in Helsinki mit dem ersten Platz in der Nationenwertung. Sie bleibt auch nach Abschluss der WorldSkills Competitions von 2007 in Shizuoka und 2009 in Calgary Europas Nummer 1.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.