Das Stellenangebot erreichte diesen Sommer im Internet praktisch wieder Vor-Krisen-Niveau. In den Sommermonaten ist das Angebot schneller gewachsen als im Frühling. Besonders kräftig nehmen die Online-Ausschreibungen auf den Websites von Unternehmen zu.
| Roland A. Müller
Der Wachstumsindex des Online-Stellenportals monster.ch MIS (Monster Index Schweiz) zeigt zwischen April und Juli 2010 einen Zuwachs von 19 auf 184 Punkte. Das ist ein Zuwachs von 12%. Im Jahresvergleich ist das Angebot laut einer Mitteilung gar um 29% gestiegen.
Unternehmen suchen vermehrt über eigene Websites
Im Januar 2008, also vor dem Ausbruch der jüngsten Wirtschaftskrise, lag der Index bei praktisch gleich wie jetzt bei 185 Punkten. Besonders kräftig gewachsen sind laut der Erhebung die Online-Ausschreibungen auf den Websites von Unternehmen, doch auch die Online-Stellenbörsen legten zu.
Am meisten gesucht waren Mitarbeiter in der Logistik und in Sicherheitsberufen (+75 Punkte) sowie im Personalmanagement und in der Aus- und Weiterbildung (+37 Punkte). Informatik und Telekom (+31 Punkte) und das Finanz- und Rechnungswesen (+15 Punkte) liegen vor gewerblichen und industriellen Berufen (+11 Punkte).
Medizinische Berufe und Gastgewerbe mit schwachem Plus
Relativ schwach stieg die Personalnachfrage bei den medizinischen Berufen (+4 Punkte) und im Gastgewerbe (+2 Punkte). Rückläufig war das Angebot bei Führungspersonal (-17 Punkte) und in Berufen rund um die Körperpflege, die Reinigung und die Hauswirtschaft (-365 Punkte). Diese Berufsgruppen seien allerdings klein und daher die Ausschläge naturgemäss gross, teilte monster.ch mit.
Die Jobbörse ermittelt den Index zusammen mit der Fachhochschule Nordwestschweiz gemeinsam mit der Universität Zürich. Er besteht aus einem Index für Jobbörsen und einem Index für Unternehmen.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.