Schwierige Arbeitsbedingungen schlagen auf die Gesundheit
Körperliche oder psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz sowie Angst vor Arbeitslosigkeit sind ein Gesundheitsrisiko. Dies geht aus der Gesundheitsbefragung 2007 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
| Roland A. Müller
39% der Arbeitnehmenden sind in der Schweiz physischen Risiken wie repetitive Bewegungen oder schmerzhafte Körperhaltungen ausgesetzt. 35% sind mit psychosozialen Risiken konfrontiert wie zu wenig Zeit, um die Arbeit zu erledigen, oder eigene Ideen bei der Arbeit nicht umsetzen zu können.
17% der Arbeitnehmenden sind laut BFS gleichzeitig von mindestens drei physischen und drei psychosozialen Risikofaktoren betroffen. Zudem geben 12% an, Angst bei der Arbeit erfahren zu haben. 10% der Arbeitnehmenden, die mindestens drei physischen Risiken ausgesetzt sind, beurteilen ihren Gesundheitszustand als nicht gut, gegenüber 4% der Arbeitnehmenden, die von diesen Risiken nicht betroffen sind.
Arbeitslosigkeit und Angst vor Arbeitsplatzverlust stehen in starkem Zusammenhang mit Gesundheitsproblemen. 13% der Arbeitnehmenden, die Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes haben, und 32% der arbeitslosen Personen beurteilen ihren Gesundheitszustand als nicht gut.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.