Das Bruttoinlandprodukt (BIP) in der Schweiz stieg im dritten Quartal um 0,2% gegenüber dem Vorquartal. Positive Wachstumsimpulse gingen vom privaten und öffentlichen Konsum sowie von den Bauinvestitionen aus. Hingegen wirkten sich rückläufige Exporte und Ausrüstungsinvestitionen negativ aus.
| Roland A. Müller
Das Wachstum der Schweizer Wirtschaft hat sich verlangsamt. Im dritten Quartal legte das Bruttoinlandprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,2% zu. Im Vergleich zum Vorjahr betrug das Wachstum 1,3%, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte.
Privater und öffentlicher Konsum positiv
Der private Konsum stieg gegenüber dem zweiten Quartal um 0,1%. Ein Wachstum verzeichneten vor allem die Bereiche Nahrung, Wohnen und Gesundheit, während die Konsumausgaben in den Bereichen Freizeit, Kleidung, Möbel und Sonstiges rückläufig waren. Der öffentliche Konsum nahm um 0,6% zu. Dagegen gingen die Bruttoanlageinvestitionen mit 1,0% deutlich zurück.
Auch die Exporte waren rückläufig. Sie sanken gegenüber dem Vorquartal um 0,9%. Positive Zahlen gab es bei den Fahrzeugen. Die Exporte von Chemikalien und verwandten Erzeugnisse sowie diejenigen der Kategorien Maschinen, Apparate und Elektronik stagnierten. Die Exporte von Präzisionsinstrumenten, Uhren und Bijouterie bildeten sich leicht zurück. Die Importe stiegen derweil um 0,1%.
Industrie und Landwirtschaft rückläufig
Unter den einzelnen Sektoren entwickelte sich der Bereich Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Nachrichtendienste mit einem Zuwachs von 0,6% am besten. Dagegen sank die Wertschöpfung in der Industrie (-0,7%) und der Landwirtschaft (-0,3%).
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