Die Erarbeitung des Lehrplans 21 ist mit einer Kick-off Veranstaltung gestartet worden. Neben politischen und kantonalen Beauftragten nahmen Experten aus der ganzen Deutschschweiz teil. Der Lehrplan 21 soll die Ziele und Inhalte der Schule vereinheitlichen.
| Roland A. Müller
90 Expertinnen und Experten aus Schulpraxis und Fachdidaktik trafen sich für die Erarbeitung des Lehrplans 21 heute zum ersten Mal. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Regionen der Deutschschweiz und werden in den kommenden zwei Jahren gemeinsam den ersten Entwurf ausarbeiten. In sechs Fachbereichteams (Sprachen; Mathematik; Natur, Mensch, Gesellschaft; Gestalten; Musik; Bewegung und Sport) werden sich die Beteiligten den Lehrplaninhalten widmen. Die Teams bestehen je zur Hälfte aus Lehrpersonen sowie aus Fachdidaktikern/-innen.
Mit dem Lehrplan 21 erfüllen die Kantone den Artikel 62 der Bundesverfassung, welcher sie verpflichtet, die Ziele der Bildungsstufen zu harmonisieren. Dieser Artikel wurde vom Volk im Mai 2006 mit 86% Ja-Stimmen angenommen. Das Projekt Lehrplan 21 ist parteiübergreifend verankert und breit abgestützt. Alle 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone beteiligen sich an der Erarbeitung des Lehrplans 21. Der Lehrplan 21 wird voraussichtlich im Frühling 2014 den Kantonen zur Einführung übergeben.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.