Die Schweiz bleibt beste europäische Nation an der Berufsweltmeisterschaft. Mit sechs Gold-, fünf Silber- und sechs Bronzemedaillen belegt sie den dritten Gesamtplatz hinter Korea und Japan. Der Schweizerische Arbeitgeberverband ist erfreut über diese Leistung und gratuliert den jungen Berufsleuten.
| Roland A. Müller
Mit dem dritten Gesamtrang hat die 11 Frauen und 27 Männer umfassende Schweizer Delegation das Ziel – einen Platz auf dem Podest – an den 41. WorldSkills Competitions in London wiederum erreicht. An der Berufsweltmeisterschaft vor zwei Jahren in Kanada hatte der zweite Platz herausgeschaut; 2003 und 2005 holten die Schweizer jeweils sogar Gold als beste Nation.
Insgesamt rund 1000 Kandidatinnen und Kandidaten massen sich in London in 51 Berufen; die Schweiz war in deren 35 vertreten. Den Weltmeistertitel holte die Schweiz in den Bereichen Plattenleger, Elektroninstallateur, Mode-Technologie, Automobiltechnik, Restaurant-Service und Landschaftsgärtner. Mit 17 Medaillen hat knapp die Hälfte des Teams Edelmetall geholt. Aus der Sicht des Schweizerischen Arbeitgeberverbands unterstreicht diese erfreuliche Bilanz die Leistungsfähigkeit des hiesigen Berufsbildungssystems.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.