Hochschulabsolventen sind mit ihrer Berufssituation zufrieden

31. Mai 2010 News

Mehr als zwei Drittel der Schweizer Hochschulabsolventen befinden sich ein Jahr nach Studienabschluss in einer erfolgreichen Berufssituation. Neun von zehn sind mit ihrer beruflichen Situation zufrieden, wie aus der jüngsten Studie «Panorama der Hochschulen» des Bundesamts für Statistik hervorgeht.

In der Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) basiert auf den Daten von 10 482 Personen. Bei ihnen handelt es sich um Erwerbstätige, die 2006 ein Diplom einer Fachhochschule (FH) oder einer Pädagogischen Hochschule (PH) oder ein Diplom, ein Lizenziat oder einen Master einer universitären Hochschule (UH) erworben hatten. Die Analyse des Berufserfolgs von Hochschulabsolventinnen und -absolventen basiert auf einer Reihe von Indikatoren, die sich an zwei Dimensionen orientieren. Die erste vereint objektive Kriterien wie das Einkommen oder die Arbeitsplatzsicherheit auf sich, die zweite Dimension konzentriert sich auf subjektive Kriterien wie die Adäquanz zwischen Erwerbstätigkeit und Ausbildungsniveau oder die Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Zwei Drittel oder 68 % der Hochschulabsolventinnen und -absolventen sind gemäss Studie in einer erfolgreichen Berufssituation. Lediglich 6,4 % befanden sich nach Studienabschluss in einer prekären beruflichen Lage. Da aber viele Hochschulabsolventen ihre Lage optimistisch einschätzten, sind 90 % subjektiv mit ihrer beruflichen Situation zufrieden – unabhängig von den objektiven Arbeitsbedingungen.

Die Studie untersuchte auch die Auswirkungen der Bologna-Reform an den universitären Hochschulen in der Schweiz, die 2000 begann. Heute wählen fast alle Personen, die neu ein Studium aufnehmen, einen Bachelor-Studiengang. Obwohl für den Bachelor eine Studiendauer von 3 Jahren vorgesehen ist, schaffen lediglich 30 % der Uni-Studierenden innerhalb dieser Zeitspanne den Abschluss. In der Realität beträgt die durchschnittliche Studiendauer beim Bachelor 4,1 Jahre und beim Master zusätzliche 2,2 Jahre.