Die Schweizer Wirtschaft konnte ihre Exporte im letzten Jahr vor allem dank einer florierenden Nachfrage aus Asien und gestiegener Uhrenexporte erhöhen. Der starke Franken hinterliess jedoch seine Spuren bei den Preisen. Die Importe verharrten auf dem Vorjahresniveau.
| Roland A. Müller
Insgesamt exportierten Schweizer Unternehmen im Jahr 2011 Waren und Güter im Wert von 197,6 Mrd. Franken. Dieser Wert liege immer noch beinahe 9 Mrd. Fr. unter dem Rekordwert aus dem Jahr 2008, teilte die Eidg. Oberzolldirektion (EZV) mit. Im Verlauf des Jahres schwächte sich das Wachstum der Ausfuhren zudem tendenziell ab.
Spürbare Konzessionen bei den Preisen
Der starke Franken zwang die Exporteure zudem zu erheblichen Preiskonzessionen. Gemäss Aussenhandelsstatistik sank das Preisniveau der Exportgüter um 5,5%, was dem höchsten je registrierten Preisrückgang entspricht.
Ein Exportwachstum verzeichneten neben der Uhrenindustrie nur die Metallindustrie, die Maschinenindustrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Während die Uhrenhersteller ihre Exporte um 19,3% steigerten, stiegen die Ausfuhren der Metallindustrie noch um 2,2% und jene der Maschinenindustrie um 1,2%. Alle anderen Branchen verzeichneten Einbussen bei ihren Exporten. Am meisten sanken diese in der Textilindustrie (-6,5%) und in der Papierindustrie (-12,5%).
Handelsbilanz mit Rekordüberschuss
Die Importe in der Schweiz bewegten sich 2011 mit einem Wert von 173,7 Mrd. Fr. praktisch auf dem Niveau des Vorjahres. Wie aus der Aussenhandelsstatistik hervorgeht, sind Waren- und Gütereinfuhren seit Frühling aber rückläufig.
In Kombination mit den insgesamt noch angestiegenen Exporten führten die stagnierenden Importe in der Handelsbilanz der Schweiz zu einem Rekordüberschuss. Mit 24 Mrd. Franken fiel dieser sogar noch 4 Mrd. Fr. höher aus als 2010.
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