Das Thema Bildung unter den Aspekten Wirtschaft, Politik und Ethik beleuchteten verschiedene Referenten an der Jubiläums-Veranstaltung von aprentas, dem Ausbildungsverbund für Grund- und Weiterbildung naturwissenschaftlicher, technischer und kaufmännischer Berufe.
| Roland A. Müller
Am diesjährigen Forum von aprentas gab es Anlass zum Feiern, wurde der Ausbildungsverbund doch vor 10 Jahren gegründet. Das Forum stand am 2. November unter dem gleichen Motto wie das Jubiläum: «Bildung macht stark». Zahlreiche Interessierte folgten dem Referat von Prof. Dr. Ursula Renold, der Direktorin des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT), die aprentas als «Start-up, das noch immer in Szene ist» charakterisierte.
Zu Bildungsthemen referierten Thomas Daum, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, Christine Egerszegi-Obrist, Ständerätin des Kantons Aargau und Prof. Dr. Hans Peter Schreiber, emeritierter Professor für Bioehtik an der ETH Zürich. Aus ihren Ausführungen ergab sich laut aprentas ein facettenreiches Bild der Bedeutung, welche die Grund- und Weiterbildung für eine starke Wirtschaft, für eine starke Schweiz und für eine starke Forschung im Dienste der Menschenwürde hat.
aprentas ist der Ausbildungsverbund für Grund- und Weiterbildung naturwissenschaftlicher, technischer und kaufmännischer Berufe. Die Gründung erfolgte im Oktober 2000 durch die Trägerfirmen Ciba (heute BASF Schweiz AG), Novartis und Syngenta. Heute bildet aprentas rund 620 Lernende in 13 verschiedenen Berufen aus. Die Auszubildenden kommen aus den drei Trägerfirmen sowie aus den über 60 Mitgliedfirmen.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.