Das EHB im Dienst einer bedarfsgerechten Berufsbildung

14. März 2017,  News

Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB hat sein zehnjähriges Jubiläum mit einer nationalen Tagung zur Förderung der Kreativität in der Berufsbildung gefeiert. Zu diesem Anlass überbrachte Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt die Glückwünsche der Wirtschaft und appellierte an den Gestaltungswillen der Verbundpartner im Berufsbildungssystem.

Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) leistet mit seiner Ausbildungstätigkeit, seinen Forschungs- und Supportaktivitäten für die Verbände einen wichtigen Beitrag, um die Balance zwischen Bildungs – und Arbeitsmarktrealitäten zeitnah zu justieren und die Bildungsqualität hoch zu halten. Diesen Verdienst würdigte Valentin Vogt, der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV), an einer Tagung zum zehnjährigen Bestehen des Instituts.

In seiner Keynote gratulierte er dem EHB zu seiner Leistung und unterstrich, dass die Schweiz künftig noch mehr auf eine eidgenössische Institution angewiesen ist, die aktiv, innovativ und vorausschauend handelt. Auch wenn das EHB einen formellen Hochschulstatus erhalten sollte, müsse es sich stets auf seine eigentliche Unique Selling Propositionen (USP) besinnen: das Verstehen und Gestalten von Lernprozessen in Kombination mit Arbeit – am Bürotisch, auf der Baustelle, in der Arztpraxis, hinter der Verkaufstheke oder in allen anderen Arbeitsfeldern. Mit Ausnahme des EHB denken fast alle Bildungsinstitutionen beim Lernen gemäss Vogt ausschliesslich an klassische Unterrichtsräume. Lernen am Arbeitsplatz wird jedoch immer wichtiger und ist der eigentliche Kern der Berufsbildung.

Der SAV setzt sich mit Vehemenz für eine solide, zukunftsorientierte Berufsbildung ein. Er stützt sich dabei auf ein Fundament aus robusten Erkenntnissen und Steuerungswissen aus der Forschung zur Berufsbildung. Es braucht aber auch den konstruktiven Gestaltungwillen aller Verbundpartner. Dieser Wille soll im Projekt «Berufsbildung 2030» erneuert werden. Vor allem braucht es aber Gestaltungsspielräume für unternehmerisches und kreatives Handeln in der Berufsbildungspraxis. Der Arbeitgeberpräsident rief dazu auf, nicht alles zu regulieren und festzuzurren. Wichtige Innovationen ergeben sich schliesslich im Kleinen und durch Erfahrungswissen.