Berufsbildung in die Zukunft tragen

13. November 2017,  News

Im Zentrum des diesjährigen Spitzentreffens der Berufsbildung standen der Arbeitsmarkt der Zukunft und die Digitalisierung. Die Sozialpartner verlangten eine Auslegeordnung zu den Umschulungsmöglichkeiten bei umbruchartigen, wenn auch nicht unbedingt wahrscheinlichen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie eine Stärkung der Laufbahnberatung von Erwachsenen. Zudem wurde ein Förderschwerpunkt zu Grundkompetenzen am Arbeitsplatz lanciert.

Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kantonen und Sozialpartnern haben am 13. November in Bern am vierten Nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung teilgenommen, das von Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann einberufen wurde. Die Berufsbildung wird von den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt geprägt. Dabei führt besonders die Digitalisierung dazu, dass sich Berufsbilder immer rascher verändern. Es braucht deshalb flexiblere Ausbildungsmodelle, die den Betrieben und den Berufsfachschulen mehr Gestaltungsfreiheit lassen. Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass die Berufsbildung immer neue Zielgruppen integrieren muss.

Um die Zukunft zu gestalten, hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in den letzten Monaten gemeinsam mit den Verbundpartnern das Leitbild «Berufsbildung 2030» erarbeitet, das als Diskussionsgrundlage diente.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband befürwortet, dass sich die Verbundpartner der Berufsbildung mit möglichen – wenn auch nicht unbedingt wahrscheinlichen – Szenarien von umbruchartigen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt befassen. Das duale Bildungssystem muss in solchen Szenarien gezielte Umschulungen ermöglichen oder fördern, um die Beschäftigungsfähigkeit der betroffenen Erwerbstätigen zu unterstützen. Gleiches gilt für die kantonale oder private Laufbahnberatung. Diese Angebote haben in Zukunft einen noch höheren Stellenwert, um die Einzelnen in ihrer Arbeitsmarktfähigkeit zu stärken. Die Verbundpartner werden sich nun dieser Frage in geeigneter Form annehmen.

Unter dem Motto «Einfach besser – am Arbeitsplatz» lanciert der Bund zudem einen Förderschwerpunkt zum Erlernen und Auffrischen von Grundkompetenzen am Arbeitsplatz. Mit kurzen Bildungsangeboten sollen Personen angesprochen werden, die sich sonst nicht weiterbilden. Dabei geht es darum, Personen an ihrem Arbeitsplatz zu erreichen und sie so zu fördern, dass sie in ihren Tätigkeiten und darüber hinaus unterstützt werden. Die Arbeitgeber begrüssen dieses Programm. Nun müssen sich Unternehmen und ihre Verbände daran beteiligen und Erfahrungen sammeln.