Studie zeigt Trend und Bereitschaft zum längeren Arbeiten
Der Trend zur Ausweitung der Frühpensionierung hat sich abgeschwächt. Hingegen arbeiten immer mehr Erwerbstätige in der Schweiz über das gesetzliche AHV-Rentenalter hinaus. Dennoch betreibt die Mehrheit der Arbeitgebenden keine systematische Personalpolitik zur Beschäftigung älterer Personen. Das zeigt ein vom Bundesamt für Sozialversicherungen in Auftrag gegebener Forschungsbericht.
| Barbara Zimmermann-Gerster
Der Forschungsbericht «Altersrücktritt im Kontext der demografischen Entwicklung» untersucht die Hintergründe des Altersrücktritts von Personen zwischen 58 und 69 Jahren. Er bildet eine weitere Grundlage für die anstehenden Entscheide zur Reform der Altersvorsorge.
Wie das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mitteilt, lag das Erwerbsaustrittsalter der Männer im Durchschnitt der letzten drei Jahre bei 64,1 Jahren, jenes der Frauen bei 62,6 Jahren. Ältere Erwerbstätige entscheiden sich insbesondere dann, bis zum ordentlichen AHV-Rentenalter oder sogar darüber hinaus zu arbeiten, wenn die Arbeit die Gesundheit nicht belastet und wenn die Anstellungsbedingungen sowie das Arbeitsklima gut sind.
Für Flexibilisierung und Harmonisierung
Laut Studie befürworten Personen ab 58 Jahren und Arbeitgebende mehrheitlich die weitere Flexibilisierung des AHV-Rentenalters, ein gleiches Rentenalter für Männer und Frauen sowie die Harmonisierung des ordentlichen Rentenalters der 2. Säule mit jenem der AHV.
Ihre Ansprechperson
Barbara Zimmermann-Gerster
Ressortleiterin Sozialpolitik und Sozialversicherungen
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