Krankenversicherung: Nationalratskommission plädiert für Ärztenetzwerke

29. Januar 2010 News

Die Gesundheitskommission des Nationalrats beschloss bei der Managed-Care-Vorlage, dass Krankenkassen künftig Ärztenetzwerke als besondere Versicherungsform anbieten müssen.

Die Mitglieder der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) nahmen in der Eintretensdebatte den Entwurf der Subkommission «KVG» (Krankenversicherungsgesetz) für eine Managed-Care-Vorlage positiv auf. Sowohl die Kommission wie der Bundesrat hätten klar signalisiert, dass nun endlich ein entscheidender Schritt bei der Reform des ambulanten Sektors gemacht werden müsse, hiess es. Integrierte Netzwerke seien eine grosse Chance, sowohl die Behandlungsqualität zu verbessern wie auch die Leistungen effizienter zu erbringen.

In der Detailberatung entschied die Kommission mit 18 zu 8 Stimmen, dass die Versicherer eines oder mehrere integrierte Versorgungsnetze anbieten müssen, die von den Versicherern unabhängig sind. Mit 14 zu 4 Stimmen bei 2 Enthaltungen lehnte die Kommission einen Antrag ab, den medizinischen Telefondienst in die Vorlage aufzunehmen. Dieser war in den dringenden KVG-Massnahmen vom Bundesrat vorgeschlagen worden. Die SGK-N wird ihre Beratung am 25. und 26. Februar 2010 fortsetzen.