Die amerikanische Seniorenorganisation AARP prämiert Arbeitgeber mit innovativer Beschäftigungspolitik für ältere Mitarbeitende.
| Roland A. Müller
Zum vierten Mal vergibt die amerikanische Seniorenorganisation AARP 2011 den internationalen Arbeitgeberpreis «AARP Best Employers for Workers Over 50 Award – International». Mit der Auszeichnung würdigt die AARP Unternehmen, die wegweisende Massnahmen zur Integration älterer Beschäftigte umsetzen und sich somit den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen.
Ältere, qualifizierte Arbeitnehmende sind ein grosses Potenzial für unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft. Massnahmen, welche die Beschäftigungsfähigkeit erhalten, wirken sich auch positiv auf die Zufriedenheit mit der eigenen Arbeitssituation und Leistungsfähigkeit aus.
Für den Arbeitgeberpreis können sich Unternehmen, Behörden und Organisationen aller Grössenklassen und Branchen bewerben, die innovative und demografieorientierte Personalkonzepte – für Alt und Jung – in einem oder mehreren der folgenden Bereiche umgesetzt haben: Lebenslanges Lernen, Gesundheitsförderung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie/flexible Arbeitszeitmodelle, Personalgewinnung, Diversity.
Ein Unternehmen steigert mit dieser Auszeichnung seine Attraktivität für qualifizierte (ältere) Mitarbeitende und macht auf sich aufmerksam. Die Bewerbungsfrist endet am 22. April 2011.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.