Gelungener Auftritt auf der europäischen Berufsbühne
Die Schweizer Delegation erreichte an den EuroSkills 2010 in Lissabon den zweiten Platz. Die Teilnehmer setzten mit ihren bemerkenswerten Leistungen ein Zeichen als Botschafter des dualen Berufsbildungssystems der Schweiz.
| Roland A. Müller
Drei Tage lang arbeiteten sie unter Hochdruck, reparierten Motoren, schmiedeten Hufeisen, malten, entwarfen und bauten elektronische Einheiten – und sie waren erfolgreich. Die Schweizer Delegation erzielte an den EuroSkills 2010 in Lissabon wiederum Spitzenresultate. So resultierten Gold für die Motorradmechanikerin Heidi Egli (AG), ebenfalls Gold für den Hufschmied Manuel Friedli (SO), Silber für die Dekorationsmalerin Selina Derungs (GR) und Bronze für die Elektroniker Mirco Gysin und Moreno Torroni (TI). Im Nationenvergleich liegt die Schweizer Delegation mit einem Punktedurchschnitt von 520.5 auf dem zweiten Platz hinter Italien (526 Punkte) und vor Österreich mit 517 Punkten.
Die EuroSkills 2010 in Lissabon waren nach 2008 in Rotterdam der zweite europaweite Berufs-Wettbewerb überhaupt. Dazu gehörten unter anderem 31 Länder, rund 50 Wettkampfberufe, 500 Kandidatinnen und Kandidaten, 800 Experten und Beobachter sowie rund 50 000 Besucher. Parallel zu den Wettkämpfen liefen rund um das Thema Berufsbildung etliche Shows, Ausstellungen, Wettbewerbe, Konferenzen, Workshops und Debatten.
Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.