Berufsmatura: Ein Schweizer Modell für Deutschland?

20. Oktober 2017,  Medienbeiträge

In Deutschland möchten Arbeitgeberverbände die berufliche Bildung aufwerten und den Nachwuchsmangel besonders in den Handwerksberufen in den Griff bekommen. Schülerinnen und Schüler sollen in vier Jahren nicht nur die allgemeine Hochschulreife erhalten, sondern parallel auch eine duale Berufsausbildung. Damit sollen leistungsstarke Jugendliche angesprochen und Aufstiegsperspektiven geschaffen werden. Laut Bildungsexperte Jürg Zellweger gelang es in der Schweiz in den 90er-Jahren mit der Etablierung der Berufsmaturität und der Schaffung der Fachhochschulen, die Attraktivität der beruflichen Grundbildung zu steigern, den Zustrom in die Gymnasien zu bremsen und die Durchlässigkeit im Bildungssystem zu erhöhen. Daher kommt die Schweizer Berufsmatura laut Zellweger auch als Modell für Deutschland in Frage.

Die Sendung mit Jürg Zellweger ist im «Deutschlandfunk» erschienen.