Wir zeigen Gesicht: Berta Müller

10. Januar 2020 5 Fragen an...

In loser Folge stellen wir die Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Schweizerischen Arbeitgeberverbands (SAV) vor. «Eine gute Verbandsperson kann und muss in der zweiten Reihe stehen», sagt die Direktionsassistentin Berta Müller.

Sie sind das Bindeglied zu den Organen (Mitglieder, Vorstand und Vorstandsausschuss) des Schweizerischen Arbeitgeberverbands. Was macht den Reiz dieser Aufgabe aus?

Abwechslung und Vielseitigkeit. Ich darf viel Organisieren und auch Mitgestalten. Dazu kenne ich die Strategie, die Statuten und die Reglemente und weiss wie Versammlungen und Sitzungen durchzuführen sind. Ich kenne die Abläufe und die Vorgaben/Artikel. Mein Job ist es, diese manchmal auch trockenen Details zum Leben zu erwecken. Das macht mir grossen Spass. Ausserdem kann ich in über 40 verschiedene Branchen und Regionen hineinsehen, das ist sehr interessant.

Welche Momente mit den Mitgliedern sind Ihnen in besonders guter Erinnerung?

Ich habe bereits in verschiedenen Verbänden gearbeitet, und durfte jeweils sehr viel lernen. Das war und ist mir wichtig, auch in meinem Alter (lacht). Erfolgreiche Sozialpartner-Verhandlungen und/oder gewonnene Abstimmungen haben mich persönlich für den SAV oder für die betroffene Branche jeweils sehr gefreut. Prinzipiell bevorzuge ich es, im Hintergrund zu bleiben und von dort aus, die administrativen Fäden in der Hand zu haben.

Sie sind eine echte «Verbändlerin», Sie sind seit Ihrer ersten Arbeitsstelle in einem Verband. Was macht das Verbandswesen aus?

Ganz klar die Dienstleistung. Eine gute Verbandsperson kann und muss in der zweiten Reihe stehen. Es geht um Zusammenarbeit, Solidarität und Interessenvertretung, es geht darum (politisches) Wissen weiterzugeben und die Mitglieder «in die Sonne» zu stellen. Wir arbeiten uns zum Beispiel durch den «Gesetzesdschungel», bereiten den Inhalt auf und geben diesen verständlich unter Abwägung der Vor- und Nachteile weiter. Dazu vertreten wir natürlich die Interessen unserer Mitglieder auf Ebene Gesetzgebung.

An diversen Sitzungen und am ARBEITGEBERTAG begegnen Sie den Organen und den Mitgliedern. Wie wichtig sind solche persönlichen Treffen in der heutigen digitalen Zeit?

Persönliche Treffen sind auch heute noch sehr wichtig. Das Gesicht hinter der Stimme kennenzulernen ist für die Zusammenarbeit essentiell. Ausserdem ist der ARBEITGEBERTAG ein guter Networking-Anlass für unsere Mitglieder.

Sie zeichnen für die administrativen Direktionsgeschicke verantwortlich. Das hört sich nach viel Arbeit an?

Ja, das ist es auch. Ich weiss nie so genau, was an einem Tag auf mich zukommt. Flexibilität ist wichtig. Die Arbeit mit dem SAV-Direktor Roland Müller und -Präsident Valentin Vogt gibt aber auch sehr viel zurück. Die Anforderungen sind hoch, die beiden fordern viel. Aber wie bereits gesagt, ich kann dadurch immer wieder dazu lernen, was mir sehr wichtig ist. Zudem ist die Arbeit abwechslungsreich, interessant und spannend.