Physische Gesundheitsrisiken gestiegen – Angst vor Jobverlust verharrt auf tiefem Niveau

20. August 2014,  News

Gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Das belegt auch die neueste Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik. Die Ergebnisse der Umfrage können dazu dienen, Arbeitgeber für ihre Verantwortung im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren. Mit Blick auf psychische Belastungen indes interessant: Die Angst vor Jobverlusten verharrt auf tiefem Niveau.

Das Bundesamt für Statistik führt unter Erwerbstätigen regelmässig Befragungen zum Thema Arbeit und Gesundheit durch. Im Rahmen der Gesundheitsbefragung 2012 gaben nun etwas mehr als die Hälfte der Befragten an, einem physischen Gesundheitsrisiko ausgesetzt zu sein. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2007. Die Angst vor einem Jobverlust hat seit 2007 hingegen nicht zugenommen und verharrt bei weniger als 15 Prozent. Dies ist mit Blick auf die psychische Gesundheit der Arbeitnehmenden relevant: Personen, die befürchten, ihre Stelle zu verlieren, berichten zweimal häufiger von psychischen Belastungen als Personen, die diesbezüglich keine Ängste haben.

Gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen stellen ein Gesundheitsrisiko dar – das steht fest. Bei der Interpretation der Befragung gilt es aber zu beachten, dass Querschnittsstudien beschränkt aussagekräftig sind. Die Ergebnisse der Umfrage können jedoch dazu dienen, die Arbeitgeber für ihre gesetzliche und unternehmerische Verantwortung im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu sensibilisieren. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Unfälle und Berufskrankheiten zu verhindern sowie ihre Mitarbeitenden vor physischen und psychischen Fehlbelastungen zu schützen. Die Gesundheitsbefragung ist auch insofern wertvoll, als sie Tendenzen und neue Risiken im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aufzeigen kann.