Die wirtschafts- und landwirtschaftsfreundlichen Kräfte legen im Eidgenössischen Parlament deutlich zu. Dazu beigetragen hat auch die Kampagne «Perspektive Schweiz», die auf eine Mobilisierung wirtschafts- und landwirtschaftsfreundlicher Wählerinnen und Wähler abzielte. Die vier Verbände economiesuisse, Schweizerischer Gewerbeverband sgv, Schweizerischer Arbeitgeberverband (SAV) und Schweizer Bauernverband (SBV) beabsichtigen, die erfolgreiche Zusammenarbeit weiterzuführen.
Die Dachverbände der Schweizer Wirtschaft und Landwirtschaft setzen sich für Stabilität, Sicherheit und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen ein. Sie rufen im Sinne einer zukunftsorientierten Entwicklung unseres Landes zur aktiven Beteiligung an den Eidgenössischen Wahlen sowie zur Berücksichtigung wirtschafts- und landwirtschaftsfreundlicher Kandidatinnen und Kandidaten auf.
Barbara Zimmermann-Gerster übernimmt ab heute die Leitung des Ressorts Sozialpolitik beim Schweizerischen Arbeitgeberverband. Sie stösst vom Schweizerischen Versicherungsverband zum Dachverband der Arbeitgeber.
Das gemeinsame Ziel der Dachverbände der Schweizer Wirtschaft und der Landwirtschaft ist es, im künftigen eidgenössischen Parlament einer wirtschafts- und landwirtschaftsfreundlichen Politik eine deutliche Mehrheit zu sichern. Ihre Kampagne «Perspektive Schweiz» unterstreicht dazu die Bedeutung und die Leistungen der Wirtschaft und Landwirtschaft. Sie soll so das Fundament legen, damit die Bevölkerung bei den Wahlen im Herbst möglichst wirtschafts- und landwirtschaftsfreundliche Kandidierende wählt.
Das Parlament hat im März eine Reform der 2. Säule (BVG) verabschiedet. Die berufliche Vorsorge wird damit umfassend modernisiert. Die Vorlage ermöglicht viel mehr Personen den Zugang zur zweiten Säule. Dazu stärkt sie die Generationengerechtigkeit. Insbesondere Junge, Frauen, Teilzeitbeschäftigte und der Mittelstand profitieren von einer besseren Vorsorge. Damit wird das Versprechen im Zusammenhang mit der vom Volk angenommenen AHV 21 eingelöst. Die Gegner gefährden ganz bewusst das bewährte 3-Säulen-Prinzip unserer Altersvorsorge.
«Für eine Zukunft mit Perspektive» – unter diesem Motto stand der Jahresanlass des Schweizerischen Arbeitgeberverbands. Passend zu diesem Leitsatz wurde in Anwesenheit von Bundesrätin Viola Amherd der Präsidentenwechsel beim Verband vollzogen.
Die Schweiz befindet sich mitten in einem demografischen Umbruch, dessen Folgen nun immer deutlicher sichtbar werden. Jahr für Jahr steigen mehr Menschen altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt aus, als an Jungen nachrücken. Die daraus entstehenden Probleme sind gravierend, wenn die Entwicklung weiterhin ignoriert wird. Die Wirtschaftsverbände haben heute in Bern eine Reihe von Lösungsansätzen vorgestellt.
Der Bundesrat hat die Eckwerte für ein Verhandlungsmandat mit der EU verabschiedet. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Fortschritte, die in den Sondierungsgesprächen mit der EU erzielt wurden. Vertraglich abgesicherte Beziehungen zum wichtigsten Handelspartner der Schweiz sind für die Schweiz und die Wirtschaft essenziell. Der Bundesrat ist aufgefordert, spätestens Ende Jahr Verhandlungen aufzunehmen und bis im Sommer 2024 abzuschliessen.
Eine vom Schweizerischen Arbeitgeberverband in Auftrag gegebene Erhebung der Universität St. Gallen zeigt, dass 99,3 Prozent der ausgewerteten Unternehmen das Gleichstellungsgesetz einhalten. Gleichwohl sind weitere Anstrengungen angezeigt, um die Lohndifferenzen zwischen den Geschlechtern weiter zu verringern.
Am 18. Juni 2023 findet die Abstimmung über die OECD-Mindeststeuer statt. Für die Dachverbände der Wirtschaft und Landwirtschaft ist klar, dass Schweizer Unternehmen vor aufwändigen Steuerverfahren im Ausland geschützt und zusätzliche Steuereinnahmen in der Schweiz bleiben sollen. Darum sagen economiesuisse, der Schweizerische Gewerbeverband sgv, der Schweizerische Arbeitgeberverband und der Schweizer Bauernverband Ja zur Umsetzung der OECD-Mindeststeuer.
Stefan Heini übernimmt per Anfang Juli die Leitung des Ressorts Kommunikation. Der Kommunikationsprofi wechselt von CH Media zum Schweizerischen Arbeitgeberverband.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband stellt acht konkrete Massnahmen gegen den Fachkräftemangel vor. Mit einer Erhöhung des Arbeitsvolumens, zusätzlichen Anreizen für eine höhere Erwerbstätigkeit und einer Steuerung der Bildung könnten zehntausende Stellen mit inländischem Fachpersonal besetzt werden.
In der Schlussabstimmung haben die eidgenössischen Räte die Reform der zweiten Säule angenommen. Damit geht ein zäher und langandauernder politischer Prozess zu Ende, den auch die Arbeitgeber stark mitgeprägt haben. Nun steht fest: Man mag sich über den Weg gestritten haben, die Zielsetzungen der Reform sind aber allesamt erfüllt.
Die wirtschaftliche Abkühlung scheint sich fortzusetzen. Zugleich bleibt der Arbeitsmarkt robust und viele Unternehmen bekunden Mühe, ihre Vakanzen mit dem nötigen Personal zu besetzen – dies geht aus den Analysen des Beschäftigungsbarometers des Schweizerischen Arbeitgeberverbands hervor. Gleichzeitig wird sich der Engpass an Personal aufgrund des demografischen Wandels längerfristig verschärfen. Die Arbeitgeber wollen bei der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit der Mitarbeitenden ansetzen.
Mit der Umsetzung der OECD-Mindeststeuer haben die eidgenössischen Räte eine von Bundesrat und Kantonen vorgeschlagene Lösung beschlossen. Sie gewährleistet, dass der Schweiz zustehende Steuermillionen in der Schweiz bleiben und nicht ins Ausland abfliessen werden. Unser Land ist damit gut aufgestellt, um Jobs und Wohlstand in der Schweiz zu halten.
Valentin Vogt hat sich entschieden, das Präsidium des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes (SAV) Ende Juni 2023, anlässlich der nächsten Mitgliederversammlung, abzugeben. Der Vorstandsausschuss des SAV schlägt dem Vorstand zuhanden der Mitgliederversammlung Severin Moser zur Wahl als neuen Präsidenten vor.
Einer wirtschafts- und landwirtschaftsfreundlicheren Politik zum Durchbruch zu verhelfen. Das ist das Ziel einer gemeinsamen Kampagne der Dachverbände der Schweizer Wirtschaft und der Landwirtschaft. Die Kampagne soll das Bewusstsein für wirtschaftliche und landwirtschaftliche Themen steigern sowie als Plattform für die National- und Ständeratswahlen dienen.
Eine vom Schweizerischen Arbeitgeberverband in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass bereits jedes zehnte Unternehmen in der Schweiz Geflüchtete aus der Ukraine angestellt hat und die Zufriedenheit mit deren Leistung hoch ist. Die Unternehmen sehen sich aber auch mit Herausforderungen konfrontiert. Sie erwarten mehr Planungssicherheit in Bezug auf den Aufenthaltsstatus S sowie eine aktivere Rolle der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren.
Am traditionellen Arbeitgebertag des Schweizerischen Arbeitgeberverbands stand der Fachkräftemangel in der Schweiz und in Europa im Fokus. Die Forderung der Arbeitgeber nach griffigen Mas-snahmen und zügigem Handeln wurde durch die Sicht der Branchen konkretisiert.
In der nationalen Tripartiten Kommission des Bundes hatten die Vertreter der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen Gelegenheit, zum Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) «Prüfung des Vollzugs der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit» Stellung zu nehmen.
In einem Schreiben fordern der europäische Wirtschaftsdachverband BusinessEurope und die beiden Schweizer Dachverbände Schweizerischer Arbeitgeberverband SAV und economiesuisse den Bundesrat und die EU-Kommission auf, das weitere Vorgehen zur Regelung der institutionellen Fragen in der Europapolitik zügig festzulegen.
Der Ständerat will, dass Bestimmungen eines allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrags (ave GAV) zu Mindestlohn, 13. Monatslohn und Ferienanspruch wider anderslautende Bestimmungen der Kantone vorgehen. Er hat eine entsprechende Motion angenommen. Eine breite Allianz aus 27 Wirtschafts- und Branchenverbänden begrüsst den Entscheid.
Am 25. September entscheiden die Stimmberechtigen in Zeiten wachsender Unsicherheit über drei zentrale Stabilitätspfeiler: die Sicherung der AHV, das Zurückholen von Steuergeldern in die Schweiz und die sichere Versorgung mit Lebensmitteln. Konkret geht es um die Reform AHV21, die Reform der Verrechnungssteuer und die Volksinitiative gegen Massentierhaltung. Eine breite Allianz der Wirtschaft setzt sich für die Reformen von AHV und Verrechnungssteuer ein und lehnt neue Vorschriften für die Landwirtschaft ab, die letztlich allein die Auslandabhängigkeit erhöht.
Im Herbst 2022 geht es um viel. Die Schweiz stimmt über die Zukunft ihrer Altersvorsorge ab. Die linken Parteien und Gewerkschaften haben das Referendum gegen die AHV 21 ergriffen. Damit gefährden sie das wichtigste Sozialwerk der Schweiz für die kommenden Generationen. Eine breite Allianz, bestehend aus Vertreterinnen verschiedener politischer Parteien und verschiedener Wirtschaftsverbände, stellt sich diesem Referendum entgegen und setzt sich für die Sicherung der Altersvorsorge ein.
Abgesehen von der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und in Gesundheitseinrichtungen sowie den Isolationsvorschriften hebt der Bundesrat praktisch alle corona-bedingten Einschränkungen auf. Die Arbeitgeber begrüssen diesen entschiedenen Ausstieg und die Rückkehr zu einer Normalität, bei der eigenverantwortliches Handeln in allen Lebensbereichen wieder im Vordergrund steht.
Andy Müller tritt per 1. Juni 2022 in die Geschäftsleitung des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes ein und übernimmt die Leitung des Ressorts Kommunikation.
Die bundesrätlichen Perspektiven mit klaren Lockerungsschritten sind für die Arbeitgeber richtig. Bei der Zertifikats- und Maskenpflicht sollte der Bundesrat allerding noch rascher und entschiedener voranschreiten, um danach alle auferlegten Einschränkungen aufzuheben.
Das vom Schweizerischen Arbeitgeberverband neu lancierte Arbeitgebernetzwerk focus50plus wird zusammen mit Unternehmen, Wissenschaft und Politik breit abgestützte Lösungen für Arbeitgeber und deren Mitarbeitende erarbeiten. Im Fokus steht dabei die Zusammenarbeit der Generationen, die Förderung der beruflichen Mobilität von älteren Arbeitnehmenden sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine Weiterarbeit über das ordentliche Pensionsalter hinaus.
Die drei Dachverbände der Wirtschaft Schweizerischer Gewerbeverband sgv , economiesuisse und Schweizerischer Arbeitgeberverband stehen geschlossen für ein JA zur Abschaffung der Emissionsabgabe am 13. Februar ein. Steuern, die mehr schaden als nützen, gehören abgeschafft. KMU, Startups und krisenbetroffene Firmen mit Sonderabgaben zu belasten, widerspricht jeglicher erfolgreicher und nachhaltiger Steuerpolitik. Es ist Zeit, die KMU zu stärken, Innovationen zu ermöglichen und Arbeitsplätze zu sichern.
Der SAV-Beschäftigungsbarometer verdeutlicht den wirtschaftlichen Aufschwung, der die Wirtschaft praktisch über alle Branchen hinweg beflügelt. Dennoch stellt der zunehmende Arbeitskräftemangel für viele Betriebe eine wachsende Herausforderung dar. Dabei steht für die Arbeitgeber die Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials im Fokus.
Der Bundesrat ist bei seinen Entscheiden zur Verlängerung der bestehenden Massnahmen zwar hinter den Erwartungen der Wirtschaft zurückgeblieben. Die Arbeitgeber begrüssen aber die verkürzte Befristung von Kontaktquarantäne und Homeoffice-Pflicht sowie die Lockerungen bei den Einreisebestimmungen.
Beim Homeoffice für Grenzgänger sind besondere Auflagen zu beachten. Um Klarheit in Bezug auf die wichtigsten rechtlichen Fragen zu schaffen, die sich in Zusammenhang mit der Ausweitung des Homeoffice stellen, haben die Wirtschaftsverbände der Westschweiz den «Leitfaden Grenzüberschreitendes Homeoffice» ausgearbeitet. Dieses Dokument behandelt insbesondere die möglichen Risiken für die Arbeitgeber und enthält einschlägige Empfehlungen.
Die vom Bundesrat beschlossene Verkürzung von Quarantäne und Isolation ist für das Aufrechterhalten einer funktionsfähigen Wirtschaft in den nächsten Wochen essenziell. Eine weitergehende Abschaffung der Quarantäne muss nach medizinischen Gesichtspunkten geprüft werden.
Auch wenn die bundesrätlichen Verschärfungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zeitlich befristet sind, werden sie die ganze Schweizer Volkswirtschaft in Mitleidenschaft ziehen. Die Arbeitgeber verlangen deshalb eine schonende und zeitlich auf das Minimum beschränkte Anwendung und je nach Entwicklung weitere Stützungsmassnahmen.
Die Dachverbände der Wirtschaft unterstützen die deutliche Zustimmung der eidgenössischen Räte zur AHV-Reform (AHV 21). Nach jahrzehntelanger politischer Blockade und mehreren gescheiterten Reformbemühungen ist eine Stabilisierung der finanziellen Lage der staatlichen Altersvorsorge von eminenter Wichtigkeit. Ohne Reformen drohen der AHV tiefrote Zahlen und der rasche Verlust des heutigen Kapitalstocks. Das abschliessende Ja der Stimmberechtigten zur AHV 21 ist für ein stabiles schweizerisches Sozialversicherungssystem von zentraler Bedeutung.
Die Arbeitgeber verpflichten sich, ihre bisher schon grossen Anstrengungen hinsichtlich Homeoffice sofort und mit oberster Priorität zu verstärken. Dann wird die vom Bundesrat geplante Homeoffice-Pflicht zweitrangig. Ebenso wichtig bleiben die Einhaltung der Schutzvorkehrungen am Arbeitsplatz sowie Kontaktbeschränkungen im Alltag und im privaten Verhalten.
Mit der deutlichen Annahme des revidierten Covid-Gesetzes können die Arbeitgeber die Pandemie mit bewährten Massnahmen weiter bekämpfen. Der Bundesrat muss nun seine Politik verhältnismässig weiterführen und einen klaren Weg für die bevorstehenden schwierigen Monate aufzeichnen.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband, der Schweizerische Gewerbeverband und economiesuisse ziehen am selben Strick: Die drei Dachverbände der Schweizer Wirtschaft haben eine gemeinsame Wirtschaftspolitische Agenda verabschiedet, die den Reformbedarf der Schweiz absteckt. Das Land muss in zahlreichen Politikbereichen jetzt seine Hausaufgaben machen, um in einer sich schnell verändernden Welt den Anschluss nicht zu verlieren.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband unterstützt angesichts der sich zuspitzenden Lage im Gesundheitswesen die befristete Ausweitung des Covid-Zertifikats. Im Gegenzug befürwortet er, dass der Bundesrat rechtzeitig die Verlängerung der bestehenden Wirtschaftshilfen prüft.
Um die bisherigen Erfolge in der Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht zu verspielen, muss die Schweiz ihre Impfquote weiter erhöhen. Der Schweizerische Gewerbeverband, der Schweizerische Arbeitgeberverband und economiesuisse appellieren deshalb gemeinsam an die Bevölkerung, von den Impfangeboten weiterhin Gebrauch zu machen. Sonst drohen angesichts der neusten epidemiologischen Entwicklungen nach Ansicht der drei Dachverbände wieder einschneidende Belastungen in Gesundheitssystem, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Dachverbände rufen Arbeitgeberinnen und -arbeitgeber dazu auf, Impfungen wenn nötig auch während der Arbeitszeit zu ermöglichen.
Die zuständige Kommission des Nationalrats hat mit ihren Beschlüssen den bundesrätlichen Vorschlag zur Reform der beruflichen Vorsorge unverantwortlich zerzaust. Der Vorlage droht damit das gleiche Schicksal, wie allen Reformbemühungen der letzten zwei Jahrzehnte: Ein jämmerliches Scheitern. Die Kommission bewirkt mit ihren Entscheidungen Rentenkürzungen, verzichtet auf Verbesserungen für Versicherte mit Vorsorgelücken – insbesondere Frauen – und ermöglicht Steuerschlupflöcher. Diese Entscheide führen zu hohen Kosten für Versicherte mit tiefen und mittleren Löhnen. Die Geringschätzung des Kompromisses durch die Kommission kommt die Versicherten und die Arbeitgeber teuer zu stehen.
Der zweite SAV-Barometer macht die rasante Erholung der Schweizer Wirtschaft und des Arbeitsmarkts seit den schrittweisen Lockerungen im Frühling deutlich. Anzeichen eines längerfristigen Strukturwandels sowie Fachkräftemangel in gewissen Branchen dürfen jedoch nicht ausser Acht gelassen werden. Neben der Krisenbewältigung muss der Bundesrat nun auch die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz stärken.
Der traditionelle Jahresanlass des Schweizerischen Arbeitgeberverbands stand im Zeichen der Corona-Krise. In Anwesenheit von Bundesrätin Karin Keller-Sutter beschrieb Arbeitgeber-Präsident Valentin Vogt die zahlreichen anstehenden Aufräumarbeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wegen der Krise dürfen Reformen nicht weiter verschleppt werden. Um voranzukommen, braucht es gemäss der Bundesrätin vor allem Vertrauen durch handfeste Resultate.
Der Bundesrat hebt die Einschränkungen zur Bekämpfung des Corona-Virus stärker als angekündigt auf. Ein Teil der Normalisierung besteht in der Rückkehr zu einer Homeoffice-Empfehlung. Dieser Entscheid ist für die Arbeitgeber überfällig.
Um den Schaden aus den gescheiterten Verhandlungen zu einem Rahmenabkommen mit der EU abzuwenden, muss die Schweiz ihre Europapolitik auf die Sicherung der bilateralen Verträge ausrichten. Daneben ist der Zugang zu Märkten ausserhalb der EU zu verbessern und innerhalb der Schweiz ein Revitalisierungsprogramm zu starten. Die Arbeitgeber werden sich überall aktiv einbringen.
Der Bundesrat beschliesst im Einklang mit seinem Öffnungsplan weitere Lockerungen für die Wirtschaft. Die Homeoffice-Pflicht hebt er allerdings nicht generell auf, sondern knüpft die Lockerung an regelmässige Tests in den Unternehmen. Diese Massnahme schafft nach Ansicht der Arbeitgeber zahlreichen Ungleichheiten und führt zu Engpässen bei den Testkapazitäten.
Die Schweizer Wirtschaft begrüsst die geplanten Gespräche zum Rahmenabkommen auf höchster politischer Ebene. Die Wirtschaftsdachverbände economiesuisse und Schweizerischer Arbeitgeberverband fordern vom Bundesrat, dass er die noch offenen Punkte mit der EU-Spitze rasch klärt. Es ist im Interesse des ganzen Landes, den bilateralen Weg für die Zukunft zu sichern.
Der Bundesrat setzt ab Mitte März neben Impfungen auf regelmässige Gratistests, um die Pandemie wirksam einzudämmen. Die Arbeitgeber begrüssen diese Testoffensive, die einen wichtigen Schritt zur Normalität darstellt. Die freiwilligen Tests in den Unternehmen müssen allerdings so ausgestaltet sein, dass sie für die Unternehmen nicht mit Zusatzkosten und einer grossen Zahl an Abwesenheiten verbunden sind.
Die vom Bundesrat angekündigten Lockerungen sind für die Wirtschaft ein Lichtblick, aber keine Kehrtwende. Dafür ist eine kohärente Politik notwendig, welche die Schäden des Lockdown auf Volksgesundheit und Wirtschaft umfassend einbezieht. Die Arbeitgeber haben mit ihrem Lockerungsplan, bei dem die Durchimpfung eine zentrale Steuerungsgrösse ist, die Richtung in vier Etappen vorgezeichnet.
Die Wirtschaftsdachverbände economiesuisse und Schweizerischer Arbeitgeberverband sowie zahlreiche Handelskammern, Branchenverbände und Unternehmen fordern vom Bundesrat einen Paradigmenwechsel: Anstatt die Corona-Pandemie mit harten und teilweise willkürlichen Verboten zu bekämpfen, soll der Bundesrat seine Entscheide künftig prinzipienbasiert und abhängig von der Durchimpfung der Bevölkerung fällen. Je mehr Menschen gegen das Virus immun sind, desto mehr wirtschaftliche und persönliche Freiheiten können und sollen wieder gewährt werden. Eine zentrale Rolle spielt die Eigenverantwortung.
Die beiden Wirtschaftsdachverbände economiesuisse und Schweizerischer Arbeitgeberverband haben sich heute in einer gemeinsamen Erklärung vor den Medien dezidiert für die rasche Klärung der noch offenen Punkte im Rahmenabkommen ausgesprochen. Auf der Basis der konkreten Gesprächsergebnisse zwischen Bern und Brüssel ist in einem zweiten Schritt eine Gesamtbeurteilung vorzunehmen. Gefragt sind jetzt rasche, konstruktive Gespräche, nicht voreilige Schlüsse.
Das wirtschaftliche Schadenpotenzial des vom Bundesrat verhängten Teil-Lockdowns ist immens. Der Bundesrat muss diesen Risiken mehr Gewicht geben und das Impfmanagement deutlich verbessern. Der Schweizerische Arbeitgeberverband und economiesuisse erwarten einen national koordinierten Impfplan und eine intensivierte Teststrategie.
Mit dem erstmals publizierten Beschäftigungsbarometer analysiert der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) den Arbeitsmarkt mittels eines vertieften Branchenvergleichs. Im Barometer spiegelt sich der Wirtschaftseinbruch je nach Branche unterschiedlich stark. Eine Erholung am Arbeitsmarkt hängt massgeblich vom weiteren Verlauf der Pandemie und der Widerstandskraft der Unternehmen ab.
Der Bundesrat hat aufgrund einer sich rasch ausbreitenden Virusvariante unter anderem die Schliessung der Restaurants verlängert, führt Verschärfungen zum Home Office ein und verstärkt den Schutz von besonders gefährdeten Mitarbeitern. Zur Linderung der sich abzeichnenden gravierenden Schäden in der Wirtschaft werden zwar die Finanzhilfen für die behördlich geschlossenen Betriebe ausgeweitet. Die Arbeitgeber befürchten aber, dass sich die Wirtschaftskrise nochmals akzentuiert.
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Bundesrat ein Massnahmenbündel beschlossen, welches das öffentliche Leben stark einschränkt. Nach Ansicht der Arbeitgeber kann das Paket die Gefahr eines harten Lockdown eingrenzen. Die von den behördlichen Schliessungen betroffenen Unternehmen benötigen nun dringend schnelle Hilfszahlungen.
Der Bundesrat übernimmt die Eckwerte der Sozialpartner für eine BVG-Reform. Auch die Vernehmlassung hat gezeigt, dass der Kompromiss der einzige Weg ist, der das Rentenniveau im BVG garantiert und damit die zentrale Vorgabe des Bundesrates erfüllt. Die drei Sozialpartner sehen sich in ihrer Zusammenarbeit bestätigt.
Nach Ansicht der Arbeitgeber greift der Bundesrat krisengeschüttelten Kleinunternehmern mit einem verlängerten und ausgeweiteten Corona-Erwerbsersatz zurecht unter die Arme. Von der Pandemie besonders hart betroffene Branchen benötigen allerdings darüber hinaus rasch eine wirksame Nothilfe. Um die Ansteckungswelle zu brechen, sind die behördlichen Anweisungen strikt zu befolgen.
Die Verschärfungen des Bundesrats zur Kontrolle der Corona-Pandemie sind einschneidend und für die Wirtschaft schmerzhaft. Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, sind sie jedoch unausweichlich. Für Härtefälle in Wirtschaftszweigen, die mit diesen Massnahmen an den Abgrund gedrängt werden, sind rasch wirksame Nothilfen entscheidend. Der Dachverband fordert ausserdem die forcierte Einführung von Schnelltests.
Viele Unternehmen und Branchen kannten bereits einen Vaterschaftsurlaub. Diese vertraglichen Regelungen werden auf Anfang 2021 durch den in vielen Fällen weitergehenden gesetzlichen Vaterschaftsurlaub ersetzt. Bisherige sozialpartnerschaftliche Absprachen werden damit obsolet. Forderungen nach weitergehenden bezahlten Urlaubstagen sind mitten in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise nach Ansicht der Arbeitgeber realitätsfremd.