WEKO legt Merkblatt zu Wettbewerbsabreden auf dem Arbeitsmarkt vor
Das Sekretariat der Wettbewerbskommission hat heute die Vernehmlassung zu seinem Merkblatt über Wettbewerbsabreden auf Arbeitsmärkten eröffnet. Der Schweizerische Arbeitgeberverband wird den vorliegenden Entwurf prüfen und sich im Rahmen der Vernehmlassung einbringen.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) vertritt die Position, dass sozialpartnerschaftlich ausgehandelte Löhne keine wettbewerbsrechtliche Frage sind. Lohnverhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden erfordern zwangsläufig einen gewissen Informationsaustausch. Dieser Austausch ist Teil der Sozialpartnerschaft und fällt nach Auffassung des SAV nicht unter das Kartellgesetz.
Der SAV wird den nun vorliegenden Merkblattentwurf gemeinsam mit seinen Mitgliedern eingehend prüfen und seine Stellungnahme einreichen.
Ihre Ansprechperson
Daniella Lützelschwab
Ressortleiterin Arbeitsmarkt und Arbeitsrecht (inkl. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz)
Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat die Liste mit den meldepflichtigen Berufen für das Jahr 2027 veröffentlicht. Durch den Anstieg der Arbeitslosigkeit nimmt, wie im Vorjahr, auch die Zahl der meldepflichtigen Berufe zu.
Junge Frauen haben auf dem Schweizer Arbeitsmarkt stark aufgeholt und Männer im Bereich der tertiären Bildung überholt. Eine neue Studie zeigt, wie deutlich sich Erwerbsbeteiligung, Arbeitszeit und Einkommen der Geschlechter angleichen. Diese erfreuliche Entwicklung verdient Beachtung. Sie bestätigt erneut, dass die Debatte über Lohngleichheit differenziert und faktenbasiert geführt werden muss.
Die durch das Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten zeigen, dass sich die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auch 2024 weiter verringert haben. Dieser langfristige Trend deutet darauf hin, dass sich die Profile von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zunehmend angleichen. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband bleibt entscheidend, dass die Debatte auf einer sachlichen Interpretation der Daten basiert.
Der Bundesrat sieht keinen Bedarf für ein allgemeines Obligatorium in der Krankentaggeldversicherung. Wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht zeigt, verfügt bereits ein grosser Teil der Unternehmen über eine Krankentaggeldversicherung. Fälle, in denen ein Betrieb keine Versicherungsdeckung erhält, sind selten. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Haltung des Bundesrats. Wichtig ist allerdings, dass Unternehmen, die eine Krankentaggeldversicherung abschliessen möchten, ein entsprechendes Angebot erhalten.