Das Volk hat heute «Ja» gesagt zur Einführung einer Individualbesteuerung und hat damit die sogenannte «Heiratsstrafe» abgeschafft. Mit Blick auf den Schweizer Arbeitsmarkt ist der Entscheid primär deshalb sehr zu begrüssen, als dass er den Arbeitsanreiz für Zweitverdienende stark verbessert. Künftig wird jede erwachsene Person nach dem eigenen Einkommen besteuert. Das Zweiteinkommen wird nicht länger «obendrauf» belastet, und Arbeit lohnt sich stärker.
Bessere Ausschöpfung des Arbeitskräftepotenzials
Die neue Individualbesteuerung wird massgeblich dazu beitragen, qualifizierte inländische Fachkräfte zu halten und brachliegendes Potenzial zu aktivieren. Heute reduzieren viele gut ausgebildete Zweitverdienende ihr Pensum oder verzichten ganz auf Erwerbsarbeit, weil sich Mehrarbeit finanziell kaum lohnt: Wird jede Person individuell besteuert, steigen die Anreize, im Beruf zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und Weiterbildung zu nutzen. Das stärkt Produktivität, Innovation und sichert dem Arbeitsmarkt langfristig wertvolle Erfahrung.
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