Vor rund 200 Gästen aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik sprach Präsident Severin Moser am diesjährigen Arbeitgebertag darüber, was sich nach der Ablehnung der Nachhaltigkeitsinitiative in der Schweiz bewegen muss. «Wir müssen die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen und beweisen, dass wir die Probleme wie der knappe Wohnraum, überlastete Infrastruktur, verstopfte Strassen und die noch bessere Nutzung des inländischen Arbeitskräftepotenzials erkennen und Lösungen suchen», sagte Severin Moser in seiner Rede. Dafür nahm er Bevölkerung, Arbeitgeber und Politik gleichermassen in die Pflicht:
- Weniger Zuwanderung setzt mehr Eigenverantwortung voraus: Wir müssen vorhandene Potenziale besser nutzen, produktiver werden und bereit sein, länger im Erwerbsleben zu bleiben.
- Die Wirtschaft muss das inländische Arbeitskräftepotenzial konsequent fördern – durch Aus- und Weiterbildung, bessere Integration und attraktive Perspektiven für ältere Arbeitnehmende.
- Arbeit muss sich lohnen. Statt neue Fehlanreize zu schaffen, braucht es Rahmenbedingungen, die Erwerbstätigkeit belohnen und zusätzliche Arbeit attraktiv machen.
Der EU-Botschafter Andreas Künne betonte in seiner Rede die Bedeutung verlässlicher und regelbasierter Beziehungen in einem sich verschlechternden geopolitischen Umfeld. Zudem erläuterte er die Prioritäten der aktuellen Europäischen Kommission zur Stärkung der Verteidigungs- und Wettbewerbsfähigkeit.
Im Podiumsgespräch mit Yvonne Bürgin, Marcel Dettling, Mattea Meyer und Susanne Vincenz-Stauffacher wurde engagiert über die Lehren aus dem Abstimmungssonntag und die anstehenden politischen Weichenstellungen diskutiert. Im Fokus standen Fragen rund um Zuwanderung, demografischer Wandel und die bessere Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials. Die Diskussion zeigte, dass die Herausforderungen anspruchsvoll sind und sich die Lösungsansätze unterscheiden – doch der Wille, mehrheitsfähige Kompromisse zu finden, ist da.
Einige Impressionen:
Fotos: Beat Baschung








