Wenn über die Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) diskutiert wird, über die wir am 29. November abstimmen, stehen meist Fragen der Sicherheitspolitik im Zentrum. Die Vorlage passt die Regeln für die Ausfuhr und Wiederausfuhr von Kriegsmaterial an die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa an. Dabei wird häufig übersehen, dass die Vorlage auch eine Standort- und Innovationsfrage ist.
Der Ständerat hat bei den Lohnschutzmassnahmen im Rahmen des Vertragspakets Schweiz-EU wichtige Entscheide gefällt. Er folgt dabei in zentralen Punkten dem bundesrätlichen Vorschlag und stärkt die gemeinsam mit den Sozialpartnern erarbeiteten Lösungen beim Lohnschutz.
Pünktlich zum Lohnherbst kehren neben überhöhten Forderungen auch altbekannte Behauptungen zurück: Die Unternehmen behielten die Produktivitätsgewinne auf Kosten der Arbeitnehmenden für sich. Oder: Die Krankenkassenprämien stiegen stärker als die Löhne, weshalb es einen kräftigen Lohnaufschlag brauche. Warum stimmen beide nicht, und wie viel Lohn liegt 2027 drin?
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) hat das von den Sozialpartnern zusammen mit dem Bund erarbeitete Paket zum Lohnschutz im Rahmen des Vertragspakets Schweiz–EU aufgeschnürt und Änderungen an mehreren Massnahmen beschlossen. Mit dem Beharren auf einer Kautionspflicht für ausländische Unternehmen nimmt die WAK-S eine Verletzung von EU-Recht in Kauf. Sie schwächt zudem die Unterstützung des Vertragspakets im Inland.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form.
Der bilaterale Weg war nie ein einfacher, aber seit wir ihn beschreiten, stets der richtige. Er steht für Pragmatismus statt Ideologie – und dafür, unserer kleinen Volkswirtschaft inmitten von Europa die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu geben. Mit den «Bilateralen III» soll dieses Fundament gestärkt und erneuert werden.
2025 brachte das stärkste Reallohnplus seit 2009. Zwar verlief die Lohnentwicklung in den Jahren zuvor krisenbedingt verhaltener. Doch wer den Blick zeitlich erweitert und über die Landesgrenzen hinaus schaut, erkennt: Die Schweizer Lohnentwicklung war deutlich besser, als oft behauptet wird. Kein Land in Europa ist bei den Löhnen so gut durch die letzten anderthalb Jahrzehnte gekommen wie die Schweiz. Fünf Fakten.
Der Swiss Arbeitgeber Award – ein Preis, der durch den Schweizerischen Arbeitgeberverband unterstützt wird – bietet Unternehmen eine fundierte Standortbestimmung als Arbeitgeber. Unternehmen, die an der nächsten Ausgabe teilnehmen möchten, können sich noch bis am 31. Juli 2026 anmelden.
Zuwanderung, Zehn-Millionen-Schweiz und Zusammenarbeit mit der EU: Der Arbeitgebertag 2026 griff Themen auf, die die Arbeitgeber aktuell beschäftigen. Was bleibt, sind gute Begegnungen, neue Denkanstösse und die Erkenntnis, dass die Schweiz nach wie vor in der Lage ist, Herausforderungen konstruktiv zu diskutieren.
Der neuste Observatoriumsbericht zum Freizügigkeitsabkommen bestätigt die grosse Bedeutung der arbeitsmarktbezogenen Zuwanderung für die Schweizer Wirtschaft. Die Zuwanderung aus EU- und EFTA-Staaten orientiert sich weiterhin eng an der Nachfrage der Unternehmen und trägt zur Stärkung der Sozialwerke bei. Aus Sicht des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes bleibt sie damit ein zentraler Pfeiler des wirtschaftlichen Erfolgs der Schweiz, muss aber mit Reformen im Inland einhergehen.
Die Zuwanderungsdebatte in der Schweiz dreht sich fast immer um dieselben Themen: Wohnungsmarkt, Verkehr, Dichte, Belastung. Alles berechtigte Themen. Nur gerät dabei leicht aus dem Blick, wo der Wohlstand dieses Landes überhaupt entsteht und wo die Zuwanderer arbeiten. Wenn…
Die Diskussion über Teilzeitarbeit wird oft emotional geführt und meist mit Blick auf die falsche Gruppe. Im Zentrum der Kritik stehen meist junge Erwerbstätige und ihre vermeintlichen Work-Life-Balance-Präferenzen. Schaut man genauer hin, zeigt sich jedoch: Das grösste ungenutzte Arbeitskräftepotenzial…
Am 14. Juni stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über eine Initiative der SVP ab, die einen starren Bevölkerungsdeckel von 10 Millionen für die Schweiz fordert. Der Bundesrat, die Konferenz der Kantonsregierungen und die vier Sozialpartner lehnen die Initiative ab. Der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, Severin Moser, warnte anlässlich einer Medienkonferenz vor den gravierenden Folgen für den Arbeitsmarkt und unsere Sozialwerke.
Die Rechnung scheint simpel: Wenn rund 74’000 Menschen netto zuwandern, während die Zahl der Erwerbslosen um 31’000 steigt, liegt der Verdacht nahe, die Neuen nähmen den Ansässigen die Jobs weg. Es ist die intuitivste aller Erklärungen – und sie…
Der Nationalrat hat sich in der ersten Woche der Frühjahrssession mit dem Entlastungspaket 2027 für den Bundeshaushalt befasst. Er teilt die Haltung des Ständerates, dass sich der Fokus vor allem auf die Ausgabenseite richten muss. Die höhere Besteuerung von Kapitalbezügen aus der beruflichen und privaten Vorsorge lehnt er ab. Aus Sicht der Arbeitgeber ist dieser Entscheid zu begrüssen. Auch die Entscheide zur Berufsbildung gehen in die richtige Richtung.
Die Schweiz steuert mittelfristig auf einen strukturellen Arbeitskräftemangel zu. Während die Bevölkerung altert, bremst das heutige Steuersystem ausgerechnet dort, wo mehr Arbeit dringend notwendig wäre. Die Individualbesteuerung setzt genau an diesem Fehlanreiz an.
Die Arbeitskosten in der Schweiz gehören zu den höchsten weltweit. Zwar ist die Produktivität ebenfalls hoch, doch das Verhältnis von Kosten zu Output verschlechtert sich zusehends. Die sogenannten Lohnstückkosten steigen stärker als bei unseren wichtigsten Handelspartnern, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit…
Die Chaos-Initiative fordert, die ständige Bevölkerung in der Schweiz bis 2050 auf zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Sie will damit einen starren Bevölkerungsdeckel einführen und nebst anderen Abkommen auch das Personenfreizügigkeitsabkommen kündigen. Die Initiative setzt damit den bilateralen Weg mit der EU mutwillig aufs Spiel und ignoriert die demografische Entwicklung in der Schweiz. Unser Land wird auch in Zukunft auf die Zuwanderung von Arbeitskräften angewiesen sein. Die Chaos-Initiative löst keine Probleme, schafft aber zahlreiche neue. Sie gefährdet die Sicherheit und den Wohlstand in der Schweiz.
Die Klage über die stressige Arbeitswelt ist allgegenwärtig. Gewerkschaften warnen vor einer «Gesundheitskrise» und fordern als Antwort kürzere Arbeitszeiten oder strengere Regulierungen. Ein Blick in die Statistik zeigt: Das Gesundheitsempfinden verschlechtert sich tatsächlich. Doch wer die Arbeit reflexartig als…
Der Ständerat hat in der dritten Woche der Wintersession 2025 das Entlastungspaket 27 für den Bundeshaushalt beraten und einige Anpassungen am Vorschlag des Bundesrates beschlossen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst insbesondere die Ablehnung der höheren Besteuerung von Kapitalbezügen aus der beruflichen und privaten Vorsorge und den Erhalt der Ausnahmeregelung bei der Projektförderung in der Berufsbildung.
Einmal mehr muss die Schweiz ein Sonderfall sein – mit Sozialwerken, die immun sind gegen jedwede demografische Entwicklung. Während weite Teile der westlichen Welt das Rentenalter erhöhen, flüchtet sich die Schweiz in Massnahmen, die vor allem die Jungen belasten.
Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung das Ergebnis der Vernehmlassung über das Vertragspaket Bilaterale III zur Kenntnis genommen. Darin enthalten sind neben den sozialpartnerschaftlich mitgetragenen inländischen Lohnschutzmassnahmen 1 bis 13 auch die vom Bundesrat vorgeschlagene Massnahme 14. Der Schweizerische Arbeitgeberverband steht für die betriebliche Sozialpartnerschaft ein; die Massnahme 14 geht aber zu weit und wird deshalb abgelehnt.
Als der Bund die Ecoplan-Studie zur Unionsbürgerrichtlinie veröffentlichte, sorgte eine Zahl für Schlagzeilen: 570’000 EU/EFTA-Bürgerinnen und -Bürger könnten ein Daueraufenthaltsrecht beantragen. Doch die vermeintliche Zuwanderungswelle entpuppt sich als statistisches Missverständnis – betroffen sind vor allem Menschen, die längst in der Schweiz leben und arbeiten.
Bildung galt lange als sicherer Weg in den Arbeitsmarkt. Heute gilt das nicht mehr uneingeschränkt. Der Übergang von der Hochschule in die Erwerbstätigkeit wird holpriger – und das in einem Land, das eigentlich zu wenig Arbeitskräfte hat. Ein Zufall…
Der Schweizerische Arbeitgeberverband empfiehlt die Ablehnung der Service-Citoyen-Initiative. Zwar teilen die Arbeitgeber das Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Engagement für die Allgemeinheit zu stärken. Die mit der Initiative vorgeschlagene Ausweitung der Dienstpflicht auf alle Bürgerinnen und Bürger würde jedoch den Arbeitsmarkt massiv belasten, hohe Kosten verursachen und die Privatwirtschaft konkurrenzieren.