Die Dachverbände der Wirtschaft unterstützen die deutliche Zustimmung der eidgenössischen Räte zur AHV-Reform (AHV 21). Nach jahrzehntelanger politischer Blockade und mehreren gescheiterten Reformbemühungen ist eine Stabilisierung der finanziellen Lage der staatlichen Altersvorsorge von eminenter Wichtigkeit. Ohne Reformen drohen der AHV tiefrote Zahlen und der rasche Verlust des heutigen Kapitalstocks. Das abschliessende Ja der Stimmberechtigten zur AHV 21 ist für ein stabiles schweizerisches Sozialversicherungssystem von zentraler Bedeutung.
Grundsätzlich trägt der Schweizerische Arbeitgeberverband weitere Verschärfungen mit, wenn sie aus epidemiologischer Sicht zur Bekämpfung der Corona-Pandemie unausweichlich werden. Die Arbeitgeber begrüssen zudem die neu verpflichtende Regelung, wonach das repetitive Testen zu einem Testzertifikat führt.
Die Arbeitgeber verpflichten sich, ihre bisher schon grossen Anstrengungen hinsichtlich Homeoffice sofort und mit oberster Priorität zu verstärken. Dann wird die vom Bundesrat geplante Homeoffice-Pflicht zweitrangig. Ebenso wichtig bleiben die Einhaltung der Schutzvorkehrungen am Arbeitsplatz sowie Kontaktbeschränkungen im Alltag und im privaten Verhalten.
In einer wahren Marathon-Debatte hat sich der Nationalrat erstmalig über die Revision der beruflichen Vorsorge gebeugt. Dabei hat er in der Vorlage des Bundesrates verschiedene Anpassungen vorgenommen, welche die Erfolgschancen aus Sicht der Arbeitgeber allerdings kaum verbessern.
Der Ständerat lehnt die Anpassung des Obligationenrechts im Bereich des Kündigungsschutzes nach dem Mutterschaftsurlaub ab, da der bestehende Schutz ausreichend sei. Eine Meinung, die der Schweizerische Arbeitgeberverband teilt.
Erstmals seit 2018 beginnen wieder mehr Jugendliche direkt nach der obligatorischen Schule mit einer beruflichen Grundbildung. Ausserdem konnten trotz der Corona-Pandemie leicht mehr Lehrverträge als im Vorjahr abgeschlossen werden.