Der Bundesrat hat aufgrund einer sich rasch ausbreitenden Virusvariante unter anderem die Schliessung der Restaurants verlängert, führt Verschärfungen zum Home Office ein und verstärkt den Schutz von besonders gefährdeten Mitarbeitern. Zur Linderung der sich abzeichnenden gravierenden Schäden in der Wirtschaft werden zwar die Finanzhilfen für die behördlich geschlossenen Betriebe ausgeweitet. Die Arbeitgeber befürchten aber, dass sich die Wirtschaftskrise nochmals akzentuiert.
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat der Bundesrat ein Massnahmenbündel beschlossen, welches das öffentliche Leben stark einschränkt. Nach Ansicht der Arbeitgeber kann das Paket die Gefahr eines harten Lockdown eingrenzen. Die von den behördlichen Schliessungen betroffenen Unternehmen benötigen nun dringend schnelle Hilfszahlungen.
Der Bundesrat übernimmt die Eckwerte der Sozialpartner für eine BVG-Reform. Auch die Vernehmlassung hat gezeigt, dass der Kompromiss der einzige Weg ist, der das Rentenniveau im BVG garantiert und damit die zentrale Vorgabe des Bundesrates erfüllt. Die drei Sozialpartner sehen sich in ihrer Zusammenarbeit bestätigt.
Nach Ansicht der Arbeitgeber greift der Bundesrat krisengeschüttelten Kleinunternehmern mit einem verlängerten und ausgeweiteten Corona-Erwerbsersatz zurecht unter die Arme. Von der Pandemie besonders hart betroffene Branchen benötigen allerdings darüber hinaus rasch eine wirksame Nothilfe. Um die Ansteckungswelle zu brechen, sind die behördlichen Anweisungen strikt zu befolgen.
Die Verschärfungen des Bundesrats zur Kontrolle der Corona-Pandemie sind einschneidend und für die Wirtschaft schmerzhaft. Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, sind sie jedoch unausweichlich. Für Härtefälle in Wirtschaftszweigen, die mit diesen Massnahmen an den Abgrund gedrängt werden, sind rasch wirksame Nothilfen entscheidend. Der Dachverband fordert ausserdem die forcierte Einführung von Schnelltests.
Viele Unternehmen und Branchen kannten bereits einen Vaterschaftsurlaub. Diese vertraglichen Regelungen werden auf Anfang 2021 durch den in vielen Fällen weitergehenden gesetzlichen Vaterschaftsurlaub ersetzt. Bisherige sozialpartnerschaftliche Absprachen werden damit obsolet. Forderungen nach weitergehenden bezahlten Urlaubstagen sind mitten in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise nach Ansicht der Arbeitgeber realitätsfremd.