Ein neues Programm will Schweizer KMU bei der Weiterbildung unter die Arme greifen. Davon profieren können auch die Mitglieder der #LifelongLearning-Kampagne.
| Nicole Meier
Weiterbildung trägt dazu bei, rasche Veränderungen oder gar Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt als Unternehmen zu bewältigen, sich als Arbeitnehmer auf den Arbeitsmärkten der Zukunft zurechtzufinden und sich weiterzuentwickeln. Das ist nicht nur zu Zeiten des Coronavirus wichtig, es ist aber derzeit besonders herausfordernd. Deshalb hat digitalswitzerland zusammen mit zwei Stiftungen ein neues Programm zur Unterstützung der Schweizer KMU auf die Beine gestellt. Das neue Programm «Deine Chance fit zu bleiben» bietet Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine finanzielle Unterstützung im Umfang von bis zu 50% der Weiterbildungskosten oder bis zu 1000 Franken pro Antragsteller. Davon profitieren können neben Schweizer KMU auch die Mitglieder der #LifelongLearning-Kampagne.
#LifelongLearning, die Kampagne zum lebenslangen Lernen von digitalswitzerland und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) wurde anlässlich des dritten Schweizer Digitaltags lanciert. Sie richtet sich an die Schweizer Bevölkerung und Wirtschaft, um mit inspirierenden Geschichten aus der ganzen Schweiz die Chancen des lebenslangen Lernens aufzuzeigen und die Lust zu wecken, in die Weiterentwicklung von beruflichen Fähigkeiten zu investieren. Rund 130 Unternehmen sind Mitglieder dieser Kampagne.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die duale Berufsbildung ist ein tragender Pfeiler des Schweizer Arbeitsmarkts. Ihr Erfolg beruht auch auf dem Berufs-…