Im Tagesanzeiger erklärte die Unia-Ökonomin Noémie Zurlinden, ein grosser Teil der Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen sei auf Diskriminierung zurückzuführen – und spricht dabei sogar von «sexistischen Chefs». Solche Aussagen erwecken Aufmerksamkeit und klingen kämpferisch, sind aber sachlich unhaltbar. Eine ehrliche Debatte um die Lohngleichheit verdient mehr als verkürzte Thesen und falsche Zahlen.
In der Sommersession wurden zwei Geschäfte zur Förderung der freiwilligen Weiterarbeit nach dem Referenzalter behandelt, die beide vom Ständerat angenommen wurden. Damit werden Personen, die nach dem ordentlichen Referenzalter freiwillig weiterarbeiten wollen, unterstützt.
Der neuste Bericht zu den flankierenden Massnahmen bestätigt, dass der risikobasierte Kontrollansatz gezielt Lohnunterbietungen aufdeckt und die Arbeitsbedingungen in der Schweiz wirksam vor Lohndumping schützt. Der Schweizerische Arbeitgeberverband setzt sich dafür ein, dass dieses bewährte System auch in Zukunft erhalten bleibt.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst in seiner Stellungnahme zur AIG-Revision gezielte Vereinfachungen: Für Schutzbedürftige soll künftig insbesondere bei Aufnahme und Beendigung einer Erwerbstätigkeit eine Melde- statt Bewilligungspflicht gelten. Ausserdem sollen in der Schweiz ausgebildete Drittstaatenangehörige unter bestimmten Voraussetzungen einfacher in der Schweiz arbeiten dürfen.
«Ein Lohn muss zum Leben reichen» – kaum ein Satz klingt selbstverständlicher. Doch wer genauer hinschaut, merkt: In einem vielfältigen Arbeitsmarkt sind starre Regeln selten die beste Antwort. Das beste Mittel gegen Armut ist Arbeit. Damit Unternehmen Arbeit schaffen und erhalten können, brauchen sie jedoch Spielraum – und keine pauschalen Vorschriften.
Mit der aktualisierten Ausgabe des KMU-Handbuchs «Beruf und Familie» erhalten Betriebe praktische Empfehlungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Empfehlungen, die dazu beitragen können, die Arbeitsmarktbeteiligung zu erhöhen und damit das Arbeitskräftepotenzial besser zu nutzen.