Auf den ersten Blick klingt sie verlockend: die Forderung nach acht Wochen Ferien für alle Lernenden. Doch wer genau hinschaut, erkennt schnell, dass mehr Ferien kaum Probleme lösen, dafür neue schaffen: mehr Druck auf Lernende, auf Berufsbildende und auf die Ausbildungsbetriebe insgesamt.
Der 21. Observatoriumsbericht zeigt: Zuwanderung wirkt trotz Dichtestress und Druck auf den Wohnungsmarkt in der Summe deutlich positiv – sie stärkt die Beschäftigung, stabilisiert die Sozialwerke, federt die Alterung ab und schafft Wohlstand.
Der Bundesrat führt eine Meldepflicht zur beruflichen Beratung von Personen im Familiennachzug ein, um deren Integration gezielt zu fördern. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Schritt, da er zur besseren Ausschöpfung des Arbeitskräftepotenzials beiträgt.
Europa altert – und fast überall reagiert die Politik mit einem höheren Rentenalter. Eine kleine Minderheit tut sich schwer – darunter die Schweiz. Dabei zeigt ein nüchterner Blick auf die Zahlen: Unser Arbeitsmarkt kann ältere Arbeitnehmende gut integrieren, und sie werden immer gefragter. Wer den Sozialstaat sichern und den Wohlstand erhalten will, wird um ein höheres Rentenalter nicht herumkommen.
Der Bundesrat hat an seiner gestrigen Sitzung die Eckwerte des Entlastungspakets 27 angepasst. Dies als Reaktion auf die Ergebnisse der Vernehmlassung. Insbesondere der Angriff aufs eigenverantwortliche Sparen ist fatal.
Der Jahresanlass des Schweizerischen Arbeitgeberverbands stand im Zeichen der «Beziehung Schweiz – EU» beziehungsweise damit verbunden den Bilateralen III. Zu diesem Thema überbrachte der anwesende Bundesrat Ignazio Cassis seine Grussbotschaft. Abgerundet wurde der Anlass in Bern durch ein Podium mit den Gästen NR Magdalena Martullo-Blocher, NR Eric Nussbaumer, Europarechtsprofessorin Prof. Dr. Astrid Epiney und Prof. Dr. Andreas Glaser.