Die Löhne in der Schweiz stiegen im vergangenen Jahr durchschnittlich um 0,8%. Die geringste Zunahme seit zwölf Jahren ist hauptsächlich auf die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zurückzuführen. Angesichts der Jahresteuerung von 0,7% blieb real noch 0,1% mehr Lohn.
Nachdem Bundesrat und Nationalrat die Initiative der Gewerkschaft Travail.Suisse abgelehnt hatten, sagte nun auch die Wirtschaftskommission des Ständerats Nein zur Volksinitiative «6 Wochen Ferien für alle». Dieser Entscheid ist im Sinne des Schweizerischen Arbeitgeberverbands.
Die Wirtschaftskommission des Ständerats befürwortet neue Regeln für den steuerlichen Abzug von Weiterbildungskosten. Sie will doppelt so hohe Abzüge zulassen wie der Bundesrat. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst den Entscheid.
Die Sozialkommission des Ständerats bringt die umstrittensten Punkte der gescheiterten 11. AHV-Revision wieder ins Spiel: Das Frauenrentenalter soll erhöht werden, und bei der Anpassung der Renten an die Teuerung soll eine Schuldenbremse eingeführt werden. Der Schweizerische Arbeitgeberverband unterstützte diese zwei Punkte im Rahmen der 11. AHV-Revision.
Die ständerätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-S) will die Krankenversicherungen nicht zwingen, in Zukunft integrierte Gesundheitsversorgungsnetze anzubieten.
Mit der 6. IV-Revision sollen vermehrt handicapierte Menschen in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Integrationsmassnahmen wie Arbeitsversuche und Auffangregelungen sollen dazu beitragen, das ambitiöse Ziel zu erreichen. Die Arbeitgeberschaft unterstützt die Maxime «Eingliederung vor Rente» und ist bereit, ihren Teil zur Umsetzung beizutragen.