Der Schweizerische Arbeitgeberverband ist im Rahmen der Anhörung seiner Mitglieder zum Schluss gelangt, die geplante Anpassung der Verordnung zum Arbeitsgesetz zu unterstützen. Laut neuer Verordnung müssen Arbeitnehmende unter bestimmten Voraussetzungen ihre Arbeitszeit nicht mehr oder nur noch in vereinfachter Form erfassen. Diese Lockerungen sind zwar ein erster Schritt. Um dem Arbeitsalltag mit seinen zunehmend flexiblen Arbeitsbedingungen gerecht zu werden, führt letztlich aber kein Weg an einer Gesetzesrevision vorbei.
Der Nationalrat zögert, die Arbeitgeber von überflüssigen administrativen Pflichten zu entbinden. Er wies eine Motion zurück, welche die Arbeitgeber im Rahmen der AHV-Administration entlasten will. Das Zaudern des Nationalrats ist bedauerlich: Der «AHV-Ausweis» und die unterjährige Meldepflicht verursachen bloss unnötige administrative Kosten – in Millionenhöhe.
Die Teilrevision des Unfallversicherungsgesetzes ist kurz vor dem Ziel. Der Nationalrat sagte heute einstimmig Ja zur Revision. Die seit 2011 blockierte Revision konnte dank dem Engagement der Sozialpartner – der Dachverbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer – neu aufgelegt werden.
Die Schweizer Wirtschaft ist im ersten Quartal geschrumpft. Doch trotz der anhaltenden Frankenstärke scheint die Nachfrage nach Arbeitskräften ungebrochen. Wie Valentin Vogt im Interview erklärt, verursacht die Privatwirtschaft jedoch deutlich weniger als die Hälfte der Zuwanderung.
Die Schweiz hat mit rund 45 Staaten Sozialversicherungs-Abkommen abgeschlossen. Seit heute ist dasjenige mit Südkorea in Kraft. Die Abkommen vermeiden Doppelversicherungen im Rahmen der sozialen Sicherheit und stärken damit unseren Standort.
Die nationalrätliche Sozialkommission lehnt das bedingungslose Grundeinkommen deutlich ab. Auch der Arbeitgeberverband sagt Nein zu diesem Gedankenexperiment. Es bedeutet eine Geringschätzung der Erwerbsarbeit und hebelt unser bedarfsgerechtes Sozialsystem aus. Zudem wäre ein solches Modell nicht finanzierbar.