Der Bundesrat will Eltern bei der Kinderbetreuung mit 100 Millionen Franken unter die Arme greifen. Die dazu notwendige Botschaft hat er nach Berücksichtigung der Vernehmlassungsantworten ans Parlament überwiesen. Die Arbeitgeber teilen die Ziele einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die beabsichtigte generelle Senkung der Drittbetreuungskosten ist jedoch nicht nachhaltig und wirkt wenig gezielt. Weitere Bundesmittel zur Projektförderung hingegen sind angezeigt.
Die zuständige Kommission des Ständerats hat sich dafür ausgesprochen, die Sanktionen bei Lohndumping zu verschärfen. Gleichzeitig hat sie sich darauf verständigt, dass für die Verlängerung eines Normalarbeitsvertrags der Nachweis von wiederholten Missbräuchen erforderlich bleibt.
Der zweite Internationale Berufsbildungskongress in Winterthur konnte hochkarätige Referenten präsentieren. Der Kongress kann längerfristig dazu beitragen, die Interessen der Schweizer Berufsbildung gegenüber Bildungssystemen anderer Länder auf internationaler Ebene zu wahren und auch in der Schweiz weiter zu entwickeln.
14 Wochen Elternurlaub zusätzlich zum Mutterschaftsurlaub: Dieses Anliegen stösst bei der zuständigen Kommission des Nationalrats nicht auf Zustimmung. Richtigerweise empfiehlt sie, dem Vorstoss keine Folge zu leisten. Es ist nicht Sache des Gesetzgebers, sondern der einzelnen Arbeitgeber, mit ihren Mitarbeitenden Vereinbarungen zu treffen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.
Anfang Juni ging in Genf die 105. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz (IAK) über die Bühne. Tripartite Delegationen mit Vertretern von Regierungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmenden aus 187 Ländern nahmen an diesem Anlass teil. Unter der Ägide des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes hat auch eine Delegation von Schweizer Arbeitgebern die Beratungen mitverfolgt.
Der Entscheid von Grossbritannien, aus der Europäischen Union auszutreten, läutet eine neue Phase der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit in Europa ein. Einerseits dürfte die Schweizer Wirtschaft einer konjunkturellen Belastungsprobe ausgesetzt werden. Anderseits wird die Zeit für eine politisch einvernehmliche Lösung zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative sehr knapp. Damit könnte eine einseitige Umsetzung unumgänglich werden.