Umweltkompetenzen in der Berufsbildung: Anregen, aber nicht staatlich forcieren
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) setzt sich dafür ein, dass die Berufsausbildungen regelmässig an die technischen und ökologischen Entwicklungen angepasst werden. Umweltkompetenz sei überall gefragt – und in Zukunft werde ihr Wert weiter steigen. Im Magazin «Umwelt» des BAFU diskutieren Jürg Zellweger vom Schweizerischen Arbeitgeberverband und Peter Lehmann, Direktor eines nationalen Kompetenzzentrums für Bildung und Beratung in Nachhaltigkeit, über die ökologischen Trends im Bildungssystem.
| Nicole Meier
Jürg Zellweger warnt davor, die Ausbildung von Spezialistinnen und Spezialisten im Umweltbereich politisch zu forcieren. Aus einer politischen Motivation heraus ausgebildete Fachleute stünden in der Gefahr, keine Jobs zu finden, wenn sich der Markt in eine andere Richtung entwickelt oder sich ein Trend in der Praxis nicht niederschlägt.
Mit dem Schweizerischen Bildungssystem kann flexibel auf den Bedarf des Arbeitsmarkts reagiert werden. Auch sind die Verbände als Träger der Berufsbildung durchaus aufgeschlossen gegenüber ökologischen Themen. «Für die konkrete Ausgestaltung eines Berufsprofils ist ein Trend dann relevant, wenn er sich als ein echter Bedarf bei den Unternehmen manifestiert», präzisiert Jürg Zellweger.
Das Interview ist im Magazin «Umwelt» erschienen und in voller Länge als PDF verfügbar.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
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