Schweizer Bildungsbericht 2014: wichtige Fakten für ein wirkungsvolles Bildungssystem
Der zweite Schweizer Bildungsbericht liegt vor. Er fasst das aktuelle Wissen über das Bildungssystem Schweiz zusammen und liefert wichtige Erkenntnisse, um das Bildungssystem wirkungsvoll, gerecht und effizient weiterzuentwickeln.
| Nicole Meier
Der Schweizer Bildungsbericht leistet einen wichtigen Beitrag zum Bildungsmonitoring von Bund und Kantonen. Er enthält Befunde an die Adresse der Bildungspolitik und ist ein praktisches Nachschlagewerk für alle, die sich mit Bildungsfragen befassen. Es ist aber Sache der Bildungspolitik, der Behörden und der Wirtschaft, aus dem Bericht Schlussfolgerungen zu ziehen und entsprechende Massnahmen umzusetzen.
Wirtschaft und Gesellschaft sind eng mit dem Bildungssystem verzahnt. Die von der Bildung ausgehenden System- und Arbeitsmarktfragen sind für die Arbeitgeber somit sehr relevant. Zudem sind Unternehmen und Verbände im Bereich der Berufsbildung und der beruflichen Weiterbildung stark engagiert und damit selbst Teil des Bildungssystems.
Es gilt nun, die Erkenntnisse des zweiten Bildungsberichtes auszuwerten und – abgestimmt auf die Bedürfnisse der Unternehmen, das gesamte Bildungssystem und die Herausforderungen in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik – zu nutzen.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die duale Berufsbildung ist ein tragender Pfeiler des Schweizer Arbeitsmarkts. Ihr Erfolg beruht auch auf dem Berufs-…