Der Lehrplan 21 ist ein willkommener bildungspolitischer Schritt. Einerseits harmonisiert er die Bildungsziele mehrerer Kantone, andererseits orientiert er sich an Kompetenzen. Offen ist allerdings, wie er inskünftig weiterentwickelt wird.
| Nicole Meier
Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist der Lehrplan 21 ein willkommener bildungspolitischer Schritt. Zum einen harmonisiert der Lehrplan die Bildungsziele in deutsch- und mehrsprachigen Kantonen. Damit wird es nicht nur einfacher, Lernende aus verschiedenen kantonalen Schulsystemen zu rekrutieren. Die Harmonisierung dürfte auch die Ausbildung auf der Sekundarstufe II effizienter bzw. nahtloser gestalten. Zum anderen orientiert sich der Lehrplan 21 an Kompetenzen. Und genau darum geht es in der Wirtschaft und im Arbeitsleben. Es geht um Anwendungen – die allerdings Wissen und Verstehen voraussetzen. In der Berufsbildung hat sich dieses Verständnis bereits erfolgreich etabliert.
Mit der heutigen Freigabe des Lehrplans rücken diese bildungspolitischen Ziele in greifbare Nähe. Bleibt die Frage, wie der Lehrplan inskünftig weiterentwickelt wird. Die Bildungsziele sollten jedenfalls laufend an die – nicht zuletzt arbeitsmarktlichen – Realitäten angepasst werden.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
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