Lehrstellenmarkt: Unternehmen schöpfen Potenziale weitgehend aus
Zu Lehrbeginn im August haben 60’500 Unternehmen rund 94’000 Lehrstellen angeboten. Davon konnten 85’500 effektiv an Jugendliche vergeben werden, ungefähr zehn Prozent blieben jedoch unbesetzt. Mit dem Engagement in der Berufsbildung leisten die Unternehmen einen zentralen Beitrag zur Ausschöpfung des Humankapitals in der Schweiz.
| Nicole Meier
Der Lehrstellenbarometer des Bundes zeigt eine insgesamt stabile Lage auf dem Lehrstellenmarkt. Das hochgerechnete Gesamtangebot an Lehrstellen per 31. August 2015 von 94’000 Stellen entspricht in etwa dem Angebot des Vorjahres (94’500). Davon haben die Unternehmen 85’500 Lehrstellen (2014: 86’500) vergeben.
Rund 8500 Ausbildungsplätze (2014: 8000) waren am Stichtag 31. August 2015 noch offen. Das ist der höchste Wert in den letzten zehn Jahren, was zeigt, dass es für viele Unternehmen nicht einfach ist, ihre Lehrstellen überhaupt zu besetzen. Anteilsmässig sind im verarbeitenden Gewerbe am meisten Lehrstellen offen geblieben.
Das hohe Engagement der Unternehmen für die berufliche Grundbildung zeigt, dass diese freiwillig und eigenverantwortlich den sich abzeichnenden Personalengpässen aufgrund der demografischen Entwicklung und der Einschränkung der Zuwanderung entgegentreten. Damit ist die Situation ungleich besser als in Deutschland, wo immer weniger Betriebe ausbilden und die duale Berufsbildung an Gewicht verliert.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
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