Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann und Ursula Renold, Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT), trennen sich in gegenseitigem Einvernehmen. Der Bundesrat hat zudem auf Anfang 2013 Josef Widmer zum stellvertretenden Direktor des neuen Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und als Leiter des Bereichs Bildung ernannt.
| Nicole Meier
Der Bundesrat hatte am 23. Mai 2012 Staatssekretär Mauro Dell’Ambrogio, Direktor des Staatssekretariates für Bildung und Forschung (SBF) im Eidgenössischen Departement des Innern (EDI), auf den 1. Januar 2013 zum Direktor des neu zu schaffenden Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) ernannt.
Da das SBF und das BBT im SBFI aufgehen, werden die beiden Direktionsstellen auf Ende 2012 aufgehoben. Die Vorbereitungsarbeiten für das neue Staatssekretariat setzen voraus, dass nach der Ernennung von Dell’Ambrogio einerseits die Strukturen rasch finalisiert, anderseits auch die Schlüsselfunktionen des SBFI verzugslos besetzt würden, schreibt das EVD.
Ursula Renold wird die Geschäftsführung des BBT per 30. Juni 2012 abgeben und noch bis Ende September für Abschlussarbeiten zur Verfügung stehen.
Der Bundesrat hat zudem Josef Widmer, zur Zeit Leiter der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung und Mitglied der Geschäftsleitung des Bildungs- und Kulturdepartements des Kantons Luzern, auf den 1. Januar 2013 zum stellvertretenden Direktor des SBFI und zum Leiter des Bereichs Bildung ernannt.
Ihre Ansprechperson
Nicole Meier
Ressortleiterin Bildung und Berufliche Aus- und Weiterbildung
Der Ständerat setzt bei der Entlastung der Lehrbetriebe sowie bei Weiterbildung und Umschulung auf Prüfung statt auf Ausbau. Er verzichtet damit auf vorschnelle neue Förderinstrumente und zusätzliche staatliche Strukturen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst diesen Kurs.
Die Kompetenzen der Jugendlichen in Lesen und Mathematik gehen weiter zurück. Dies bestätigen die heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse 2025 und deckt sich mit den Erfahrungen der Lehrbetriebe, wie eine kürzlich publizierte Umfrage der Wirtschaftsverbände zeigte. Für den Schweizerischen Arbeitgeberverband ist klar: Die Grundkompetenzen der Jugendlichen müssen wieder stärker ins Zentrum rücken, denn sie bilden die Grundlage für erfolgreiche Bildungsabschlüsse, die Fachkräftesicherung und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.
Sinkende Grundkompetenzen am Ende der obligatorischen Schulzeit werden für die Berufsbildung zunehmend zur Herausforderung. Eine Befragung der Wirtschaftsverbände zeigt deutliche Defizite, insbesondere beim Schreiben und in Mathematik. Fehlende Grundlagen erschweren die Rekrutierung geeigneter Lernender und erhöhen den Betreuungsaufwand. Die Unternehmen investieren erhebliche Ressourcen und halten mehrheitlich an ihrer Ausbildungsbereitschaft fest. Dennoch gibt bereits jedes fünfte Unternehmen an, aufgrund dieser Entwicklung weniger Lernende auszubilden oder ausbilden zu wollen.
Als Sommerserie publiziert der Schweizerische Arbeitgeberverband einzelne Beiträge des kürzlich publizierten Jahresberichts in leicht gekürzter oder aktualisierter Form. Die duale Berufsbildung ist ein tragender Pfeiler des Schweizer Arbeitsmarkts. Ihr Erfolg beruht auch auf dem Berufs-…