Die Sozialkommission des Nationalrats will, dass Betriebe mit mehr als 250 Angestellten 1% ihrer Arbeitsplätze für Handicapierte reservieren müssen. Mit dieser Quote will die Kommission möglichst viele IV-Rentner wieder in den Arbeitsmarkt zurückführen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband lehnt die Einführung einer Integrationsquote dezidiert ab.
Die Invalidenversicherung schloss im vergangenen Jahr bei der Betrugsbekämpfung 1180 Ermittlungen ab. Bei 240 Fällen oder rund jedem fünften Verdachtsfall handelte es sich um einen Betrug. Insgesamt kamen 180 ganze Renten weniger zur Auszahlung, was einer jährlichen Ausgabenreduktion von rund 4,6 Mio. Franken entspricht.
Die Schweizer Pensionskassen haben wieder mehr Luft. Ende 2009 war die Unterdeckung dank dem besseren Gang der Börsen deutlich geringer als zwölf Monate zuvor.
Ein Beispiel: Der «Thuner Sozial-Stern» zeichnet Unternehmen für ihr Engagement in der Integration von psychisch beeinträchtigten Menschen aus. Der Preis ging dieses Jahr an einen Betrieb mit 30 Mitarbeitenden, 3 davon sind in ihrer Leistung eingeschränkt.
Das Thema Bildung unter den Aspekten Wirtschaft, Politik und Ethik beleuchteten verschiedene Referenten an der Jubiläums-Veranstaltung von aprentas, dem Ausbildungsverbund für Grund- und Weiterbildung naturwissenschaftlicher, technischer und kaufmännischer Berufe.
Der Anteil der von Arbeitsarmut Betroffenen oder Working Poor an der erwerbstätigen Bevölkerung ging von 2007 bis 2008 von 4,8% auf 3,8% zurück. Das Bundesamt für Statistik erklärt dies mit dem Wirtschaftswachstum und der Abnahme der Arbeitslosenzahlen zwischen 2006 und 2008.